12 Weine, die Sie 2017 probieren sollten

Einer von 12 Weinen, die Sie unbedingt probieren müssen, wächst am Neusiedlersee: Furmint.

Das Bewusstsein, in einem Land zu leben, wo hervorragende Weine gemacht werden, ist ein Teil der hochgepriesenen Lebensqualität auf Österreichisch. Doch geht es den österreichischen Weingenießern damit ähnlich wie den Geistesverwandten in Italien oder Frankreich.

 

Man trinkt meistens das, was man eh schon kennt. Vielleicht wäre es also eine gute Idee, im kommenden Jahr alle paar Wochen einen Wein zu öffnen, der bislang nicht genug beachtet oder überhaupt noch nie probiert wurde. Es wäre um der Erweiterung des geschmacklichen Spektrums Willen. Und der Möglichkeit, einen neuen Liebling zu entdecken.

 

1. Deutscher Riesling

Wie in Österreich ist auch in Deutschland der Riesling des Jahrgangs 2015 von besonderer Güte. Man ist gut beraten, zu probieren, zu kaufen und kann dabei sicher sein, auch in den unteren Preisrängen etwas Wunderbares zu bekommen.

 

2. Cabernet Franc

Eine Sorte, die traditionsgemäß in den Cuvées aus dem Bordelais eine Rolle spielt. Reinsortig ein großes Vergnügen im Friaul, ebenso wie an der Loire. Cabernet Franc ist ein idealer – und unterschätzter - Rotwein zum Essen.

 

3. Weine aus Sizilien

Besonders spannend – unter einem Angbot, das auch viel Mittelmaß beinhaltet – Weine von den vulkanischen Böden des Ätna. Mineralik trifft Wucht.

 

4. Crémant

Die preiswerte, aber nicht unbedingt qualitätsmäßig mindere Alternative kommt aus dem Burgund und dem Elsass. In Wien zu haben in den Neighbourhood-Bistros „Côte Sud“ oder „Léontine.“

 

5. Chenin Blanc

Ob aus Übersee oder von der Loire, die Weine aus dieser Sorte sind überraschend vielfältig und vor allem im Frühling und Sommer ein Vergnügen.

 

6. Weine aus der Pinot Meunier Traube

Es sind nicht die schlechtesten Champagner, die aus Pinot Meunier geschaffen werden. Man schaue sich auch nach stillen Weinen aus der Sorte um – und staune.

 

7. Steirische Natural Wines

Warum die Herren Muster, Tauss und Tscheppe ihre phantastischen Weine mehrheitlich nicht in Österreich, sondern in Kopenhagen oder New York verkaufen, ist nicht einzusehen.

 

8. Cru Bourgeois aus Bordeaux

Was für Einsteiger einst die Must-Weine waren, ist dank verbesserter Kellertechnik auch jetzt noch ein wunderbarer Alltags-Bordeaux. Schön, dass manche Châteaus die wuchtig breite Parkerisierung ihrer Weine langsam zurücknehmen.

 

9. Fallangina

Die alte, möglicherweise aus Griechenland stammende Sorte wird in Kampanien und rund um Neapel kultiviert. Ein perfekter Begleiter zu Fisch, Meeresfrüchten und leichter Pasta. Süditalien im Glas.

 

10. Pinot Noir aus Deutschland

Was deutsche Winzer aus der gefürchteten, weil schwierigen Pinot-Noir-Traube machen, kommt den großen Vorbildern aus dem Burgund schon recht nahe, behält aber den eigenen Charakter und kostet viel weniger.

 

11. Weine aus dem Jura

Das Jura ist berühmt für den Comté, doch von dem in Ostfrankreich liegenden Gebiet kommen seit jeher faszinierende Weine, auch abseits des bekannten Vin Jaune. Eine ideale Gegend für Liebhaber verschiedenartiger Naturweine.

 

12. Furmint 

Jenseits und diesseits der österreichisch-ungarischen Grenze machen Winzer aus der Traubensorte Furmint bemerkenswerte Weißweine. Pionierleister ist unter anderen das Weingut Wenzel in Rust.


Text: Alexander Rabl