Essen

Alain Weissgerber mit dem Taubenkobel-Team für die Feldküche






9. August 2017


Einen Höhepunkt des kulinarischen Sommers in Österreich stellen die Auftritte der Feldküche dar. Sie hat es zum Konzept erhoben, in ausgesetzten Gegenden naturnahe mit geringstmöglicher Technik für außergewöhnliche Abende zu sorgen, die weit weniger kosten als sie wert sind. So wie jüngst am Ufer des Hallstätter Sees.

 

Alain Weissgerber war nicht zum ersten Mal mit von der Partie. „Mir gefällt, was die Feldküche-Leute machen. Deshalb helfe ich auch gerne.“ Mit angereist waren am einzigen freien Tag des Taubenkobels Sommelier, Serviceleute und ein Großteil des Taubenkobel-Küchenteams. Auch wenn dieses sonderbare Pop-Up (was für ein altmodisches Wort plötzlich) niemals an der Perfektion des eigentlichen Restaurants gemessen wird, will man sich dennoch keine Blöße geben.

 

Als eine der wichtigsten Zutaten erhielt Alain Weissgerber Wildfang-Forellen aus dem Hallstättersee. Ein Gastgeschenk von den Österreichischen Bundesforsten, die mit der Wildfang-Idee dem Thema Süßwasserfisch ein neues Niveau verliehen haben. Fleisch und Textur dieser Fische – ob Reinanken, Forellen, Saiblinge oder auch Hecht – sind unvergleichlich. Österreichs Spitzenköche reißen sich um die Fische, die mal aus dem Toplitzsee, dem Grundlsee oder dem Hallstätter See kommen.

 

Das Taubenkobel-Team servierte die Forellen als fast rohe, nur kurz gebeizte Filets mit Zitronenzesten und Kren, und fügte Spinatsorten und eine knallgrüne Sauce, ebenfalls aus Spinat, dazu. Großartig.

 

Vorher gab es am Holzkohlegrill gegarte Markknochen, dazu ein Salat aus verschiedenen Tomaten mit Hühnerhaut und Speckkrusteln. Danach Ente, ebenfalls vom Grill, dazu mit Entenklein gefüllter Radicchio, und es waren nicht wenige Gäste, die nicht aufhören konnten, die Karkassen von den letzten verbliebenen Fleisch- und Hautfetzen zu befreien.

 

Die Feldküche-Events finden jedes Jahr in einem anderen Bundesland, entweder an Gewässern oder auf Bergen statt. Wer, wo, was wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 

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Text: Alexander Rabl