Auf in den Gastgarten

In einigen Wiener Gastgärten speist man fast so gut wie man bei sommerlichen Temperaturen sitzt.

In diesen Wiener Gastgärten schmeckt es besonders gut


Ein Gastgarten ist keine mit baulichen Maßnahmen wie Bretterboden oder dergleichen installierte Outdoor-Version eines Restaurants. Ein Gastgarten ist ein Ort mit Bäumen, in deren Schatten man isst und trinkt. Sie sorgen im Sommer für Frische und Gemütlichkeit.


Eckel, 14 von 20 Punkten

Sieveringer Straße, Wien 19


Maria Zarl-Eckel sorgt in diesem wunderschönen Gastgarten in Sievering für ein paar Stunden des Gefühls, als wäre die Zeit stehen geblieben. Es gibt Eckels kaltes Rindfleisch, herrlichen Hummercocktail, gebackene Steinpilze und natürlich Butterschnitzel. Auf der Weinkarte das Beste aus Österreich, Frankreich und Italien. Service im Smoking. Wie gesagt: die guten alten Zeiten.

www.restauranteckel.at


Meixner’s Gastwirtschaft, 14 von 20 Punkten

Buchengasse, Wien 11


Der idyllische Gastgarten dieses Urwiener Beisels mit Anspruch (und exzellenter Weinkarte) ist der Gegenentwurf zum Grau seiner Umgebung. Berta Meixner serviert hier Matjes mit Zwiebel und Apfel, Kutteln mit Paradeiser, Kalbsleber gebacken, Naturschnitzel mit Reis und herrliches Spanferkel. Eine echte Könnerin, während Karl Meixner souverän den Patron gibt.

www.meixners-gastwirtschaft.at


Pfarrwirt, 13 von 20 Punkten

Pfarrplatz 5, Wien 19


Einer der schönsten Gärten nicht nur des 19. Bezirks, sondern der ganzen Stadt. Und der alte Baumbestand wurde mit geschmackvoll ausgesuchten Möbeln ergänzt. Grammelknödel, Schnitzel und andere Klassiker sollte man hier essen. Schöne Weine aus gutem Haus.

www.pfarrwirt.at


Zum finsteren Stern, 14 von 20 Punkten

Schulhof 8, Wien 1


Fast entrückt dem urbanen Treiben einer modernen Metropole speist man hier auf Kopfsteinpflaster und hat damit ein unvergleichliches Stück Erster Bezirk. Die Küche des Sternes ist so wunderbar unprätentiös wie man’s an einem solchen Ort gerne hat. Saibling mit Peterwurzelgemüse und Apfelkren beispielsweise oder Kalbsbraten mit Olivenpolenta und Zitrone.

www.zumfinsterenstern.at


Heuer, 12,5 von 20 Punkten

Treitlstraße 2, Wien 4


Ob die Freiluftarena des Heuer eher in die Kategorie Restaurant-Terrassen zu zählen ist, ist nicht ganz klar. Genügend grün gibt es in der Umgebung jedenfalls. Aus eigenem Garten gleich neben dem Gebäude kommen die Zutaten für eine lässig-urbane Küche, die manchmal in kreativen Angelegenheiten etwas übers Ziel schießt. Im selben Haus befindet sich auch eine der besten Cocktailbars der Stadt.

www.heuer-amkarlsplatz.com


Pichlmaiers um Herkner

Dornbacher Str. 123, 1170 Wien


Ganz neu herausgeputzt hat sich der Gastgarten des ehemals legendären Herkner in Hernals. Man riecht noch ein wenig die frischen Farben der Fenster und Türen. Hier servieren Martin und Manfred Pichlmaier gemäßigt moderne Wiener Küche. Das Kalbsbeuschel ist wunderbar. Den Tafelspitz hat der Küchenchef mehr als zehn Jahr als Chef im Sacher geübt.

www.zumherkner.at


Text: Alexander Rabl