Aus für Fürstenallee 5


Ulli Griesser und Thomas Walkensteiner betrieben das Restaurant Fürstenallee 5 das am 29. Oktober schließt


Nach dem Ausstieg von Ulli Griesser schließt Thomas Walkensteiner das Restaurant Fürstenallee 5


Sonntag vormittags eine unerwartete Mitteilung aus Salzburg. Thomas Walkensteiner schließt nach nur einem Jahr das Restaurant „Fürstenallee 5“, das er gemeinsam mit der Unternehmerin Ulli Griesser betrieben hat.


Von der ersten Planungsminute an, so Walkensteiner, sei ihm klar gewesen, dass dieses Restaurant-Projekt nur mit einem starken Partner vorstellbar wäre. Nach dem durch gesundheitliche und familiäre Gründe veranlassten Ausstieg seiner Geschäftspartnerin sei für ihn nun selbst der Entschluss nicht fern gewesen, das Lokal zu schließen.


Am 29. Oktober wird in der Fürstenallee 5 für’s Erste zum letzten Mal gekocht. Die Adresse scheint ein schlechtes Karma zu besitzen, wenn es um Spitzenküche geht. Wir erinnern uns: „Koch des Jahrzehnts“-Jörg Wörther hatte an derselben Adresse ein Salzburger Comeback versucht. Er war im letzten Jahren seiner früheren Form sehr nahe gekommen, bevor dann aus betriebswirtschaftlichen Gründen, wie es hieß, die Reißleine gezogen wurde.


Thomas Walkensteiner und seine Partnerin übernahmen kurze Zeit nach Wörthers Abgang. Walkensteiner, der als ein ausgewiesener Meister der asiatischen Aromen gilt, bot in dem, nach seiner Adresse benannten, Fürstenallee 5 eine Mischung aus entspannter Mittagsküche und größerem kulinarischen Anspruch. Die Currys waren den Stammgästen Bedürfnis und Freude gleichzeitig.


Mit einem „Wir sehen uns sicherlich wieder“ schließt der vor einigen Jahren als Chef des Schlosses Fuschl mehrere Jahre wiederholt mit 18 von 20 Punkten ausgezeichnete Koch seine Mitteilung.


Hoffen wir’s.


Text: Alexander Rabl