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Baden, Golf und richtig gutes Essen

Fine Dining in Teneriffa


Das Ritz-Carlton Abama auf Teneriffa ist ein außergewöhnliches Ferienhotel. Auch anspruchsvolle Feinschmecker kommen hier voll auf ihre Rechnung. Sie können unter gleich zehn unterschiedlichen Restaurants wählen. Das elegante „M.B.“ von Starkoch Martin Berasategui zählt überhaupt zu den besten Restaurants von ganz Spanien.

 

Ein kleines Boutiquehotel ist das Abama mit seinen 459 Zimmern natürlich nicht. Doch egal ob man in einem der luxuriösen Zimmer im Haupthaus schläft, oder eine der 50 eleganten Villen auf Zeit sein Eigen nennen darf – auch in der Hochsaison hat man hier nie das Gefühl, dass es irgendwo zu voll wäre. Das hat zum einen mit der großzügigen Gestaltung der Anlage zu tun, die so viele verschiedene Poollandschaften bietet, dass sich Gäste nie in die Quere kommen. Zum anderen kümmern sich mehr als 700 Mitarbeiter mit südlicher Lebensfreude und mitteleuropäischer Professionalität um das Wohl der Gäste. Schließlich bürgt die Marke Ritz-Carlton für gediegenen Luxus der Extraklasse. Der Golfplatz gilt als bester der ganzen Insel, der SPA-Bereich samt Wellness- und Beauty-Angebot spielt alle Stückerl und der Sand in der romantischen Badebucht wurde eigens aus der Sahara herbeigebracht und ist somit nicht kieselig und schwarz, wie auf der restlichen Insel, sondern goldgelb und seidenweich.


Das wirkliche Highlight ist jedoch das kulinarische Angebot im Ritz-Carlton Abama. Man kann zwischen zehn (!) Restaurants wählen, wobei das coole japanische Restaurant „Kabuki“ mit einem Michelin-Stern und das „M.B.“ des baskischen Meisterkochs Martin Berasategui mit zwei Sternen noch herausragen.


M.B Restaurant

 

Ein Luxusdorf mit vielen Köchen

„Natürlich haben auch kleine Boutique-Hotels ihren Reiz, aber wenn man eine breite gastronomische Vielfalt auf Top-Niveau bieten will, braucht es einfach eine gewisse Größe, damit die Lokale auch funktionieren. Das ist von Anbeginn ein ganz zentrales Element unseres Konzepts. Mit Ricardo Sanz vom Kabuki arbeiten wir seit über zehn Jahren zusammen, Martin Berasategui ist noch länger an Bord“, erklärt Gregory de Clerck, der seit vorigem Jahr als General Manager für das Ritz Carlton Abama tätig ist.

 

Die zentrale Herausforderung ist es, den richtigen Mix an Restaurants zu finden, sodass es in allen Lokalen zu einer möglichst gleichmäßigen Auslastung kommt. Dass zu Silvester nicht alle Gäste im Luxusrestaurant M.B. dinieren können, ist klar. Aber schließlich sind auch die zwei anderen von Berasategui betreuten Lokale „TXOKO“ und „Terazas“ absolut reizvoll. Einfach und typisch Spanisch wird in den beiden Restaurants Mirador und Beach Club gekocht, wo man auch typisch kanarische Spezialitäten wie süße Blutwurst und die regionalen Schrumpfkartoffel mit traditionellen Saucen (Mojos) bekommt. Auch ein klassisches Steakhaus mit ausgesuchten Cuts aus der ganzen Welt („20/20“) sowie ein Italiener („Verona“) mit Pasta und Pizza gehören dazu.

 

Oberhalb des Golfplatzes liegt der Teneriffa-Ableger des Madrider Asia-Lokals Kabuki. Ricardo Sanz hat im noblen Hotel Wellington vor knapp 20 Jahren das erste wirklich gute moderne japanische Restaurants Madrids eröffnet. Dann bekam das Kabuki im Abama Ritz-Carlton eine kleine Schwester, die sich zuerst etwas versteckt im Haupthaus befand, bis sie vor zwei Jahren einen eigenen großzügigen Auftritt oberhalb des Golfplatzes bekam. Ein bisschen erinnert das Kabuki an das Erfolgskonzept von Nobu Matsuhisa, der mit seinen modernen Fusion-Gerichten die japanische Ethno-Küche für Genießer auf der ganzen Welt zugänglich gemacht hat.


Sushi im Kabuki


„Bei der Zubereitung von Sushi-Reis halten wir uns ganz eng an das japanische Vorbild und auch bei der Qualität des Fisches verstehe ich keinen Spaß. Aber es wäre absurd, wenn wir hier versuchen würden, in Spanien japanischer als in Japan zu kochen. Wenn wir bei einem Tuna-Sushi den Fisch mit dem Flämmer leicht karamellisieren, hat das wenig mit traditionellen Sushi-Bars in Tokio zu tun, schmecken tut es aber trotzdem“, erklärt Ricardo Sanz.

 

Der Meister zu Besuch

Noch eine Spur extravaganter schmeckt es im Restaurant M.B. von Martin Berasategui, das als einziges Lokal der kanarischen Inseln mit zwei Michelin Sternen ausgezeichnet ist. Als Küchenchef agiert sein langjähriger Wegbegleiter Erlantz Gorostiza, der ebenfalls aus dem Baskenland stammt. Bei unserem Besuch war auch Martin Berasategui höchstpersönlich anwesend und verriet uns am Nachmittag ein paar seiner Küchengeheimnisse. Möglich war dies, da Marriott International, zu dessen Portfolio das Ritz-Carlton Abama gehört, im Rahmen des neuen Loyalty-Programms Bonvoy seinen besten Gästen die Möglichkeit bietet, ganz spezielle kulinarische Momente zu erleben, die man auch um viel Geld nicht kaufen kann.

 

Auch in Barcelona, San Sebastián, Mallorca aber auch in Wolfsburg und Genf werden im kommenden Jahr außergewöhnliche kulinarische Erlebnisse geboten, die in einem exklusiven Rahmen besonders treuen Marriott-Kunden geboten werden.


Calamares a la carbonara

Beim Bonvoy-Event auf Teneriffa gab es im Anschluss an den Workshop mit dem Meisterkoch ein großes Degustations-Menü, bei dem Berasategui seinem Küchenchef Gorostiza über die Schulter schaute und auch selbst mehrmals bei Tisch erschien. Es ist schon ganz große Klasse, wie Berasategui mit ungewöhnlichen Kombinationen, einem Schuss Technik und großer Souveränität ein Degustations-Menü schafft, das einem lange in Erinnerung bleibt. Insbesondere das Gericht „Calamari Textures“ bei dem es sich um eine geniale Interpretation von Spaghetti Carbonara handelt, bleibt unvergesslich. 


Der Rest ist Luxus pur – ein Streifzug der von edlen Meeresfrüchten über Foie Gras bis zu einer dreiteiligen Wagyu-Aufführung. Und auch die Weinbegleitung hält locker mit. Während spanische Gäste eine Weinbegleitung mit vorwiegend internationalen Weinen bekommen, verwöhnt der Sommelier internationale Gäste mit einem Streifzug durch das Beste, was Spanien zu bieten hat. Wieder einmal bestätigt zu bekommen, dass sich ein großer Rioja erst nach 25 Jahren Reifezeit auf einem ersten Höhepunkt befindet, macht jedes Mal aufs Neue Spaß.      


Text: Wolfgang Schedelberger