Wo Sie kurz vor Weihnachten Geschenke besorgen können





Die Zahl der erwähnenswerten Delikatessenläden hat sich in Wien nicht eben vervielfacht. Die „alten Hasen“ sind dabei im Rennen immer noch vorn.

 

Meinl am Graben

 

Ohne Frage Wiens erste Adresse, da kann sich Rewe in der Innenstadt bemühen, was er will. Zwar ist der Glanz des Meinl, wie er ihn unter Helmut Touzimsky noch besaß, vielleicht ein wenig verblasst. Doch die Güte des Personals alleine ist hier schon einmalig. Von Jabugo-Schinken bis Kaviar, von Salami bis Schokolade, Olivenöle, alte und teure Balsamicos und Teigwaren präsentieren sich hier auf dem Niveau, wie man es aus den Galeries Lafayettes oder bei Harrods kennt. Die Weinauswahl ist top, einige preiswerte Fundstücke inklusive und natürlich teure Raritäten wie auch beim Schnaps.

 

www.meinlamgraben.at

 

Vinothek Sankt Stephan

 

Das Angebot an trinkbaren Genüssen, von Port bis Whisky, ist hier besonders breit, wohl auch eine Leidenschaft der Besitzer. Und der Wein? Hier gibt es ein paar Standards von Bründlmayer bis Petrus, doch der Reiz der Auswahl liegt in den günstigen kleinen Dorflagen und Cru Bourgeois aus Burgund und Bordeaux. Auch die Toskana und hier vornehmlich das Brunello-Gebiet liegt der Vinothek sichtlich am Herzen. Wein einkaufen mit Stil.

 

www.ststephan.at

 

Urbanek am Naschmarkt

 

Wo ein schlichtes Schinken-Semmerl zum Festival gerät, ist dem Kunden klar, dass er sich auf einmal im Schlaraffenland befinden muss, ohne sich vorher durch Berge von Brei durchgefuttert haben zu müssen. Dafür haben Kaviar, Foie Gras, weiße Trüffel, Champagner und Pata Negra am Naschmarkt ihren Preis, der sich aus der Qualität der Produkte speist wie aus der Tatsache, dass die Familie Urbanek auch von etwas leben muss. Während der Weihnachts- und Silvesterfeiertage gibt es köstlichen Räucherlachs von einem kleinen Produzenten aus Kärnten.

 

Naschmarkt 11, 1040 Wien, geöffnet von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, samstags 8 bis 16 Uhr.

 

Le Cru

 

Das „Le Cru“ hat sich in wenigen Jahren als unverzichtbare Adresse für Freunde von Champagnern aus kleinen, weniger bekannten Häusern herausgestellt. Sogenannte Winzerchampagner gibt es hier zu kaufen und auch zu trinken, also Champagner, deren Grundweine nicht, wie bei den Großen wie Moet, Pommery oder Veuve, von verschiedenen Winzern zusammengekauft, sondern von den Winzern im eigenen Weingarten selbst geerntet werden. So hat jeder Champagner seinen eigenen, unverwechselbaren Stil, was dadurch betont wird, dass viele dieser Winzer nach Bio-Methoden arbeiten und ihren Weinen so wenig Dosage wie möglich hinzufügen.

 

www.lecru.at

 

Zum schwarzen Kameel

 

Viel Selbstgemachtes, aber auch Produkte von den besseren Lieferanten und Produzenten Österreichs erwartet den Kunden in dem kleinen Laden neben dem Restaurant und der Brötchenbar. Neben dem legendär gewordenen Beinschinken gibt es auch allerlei Champagner und Weine.

 

www.kameel.at

 

Marco Simonis

 

Der kulinarische Konzeptstore mit dem schönsten Ambiente aller Wiener Delikatessenläden bietet neben ausgesucht guter Patisserie und herrlichen Snacks eine klug ausgedachte Auswahl an Geschenken, beispielsweise einer hausgemachten Foie Gras-Terrine (Ente), Käse von Mâitre Antony aus dem Elsass, und eine tolle Weinauswahl. Daneben gibt es noch selten zu bekommendes Geschirr und Besteck, Kochbücher, Servietten, Gläser, ja eigentlich alles, was der kulinarische Mensch zum Überleben braucht.

 

www.marcosimonis.com


Text: Alexander Rabl