Bittergemüse geben dem Spätwinter Farbe


Nicht heimisch in Österreichs Gemüsegärten, aber durchaus auf unseren Märkten: Cima di Rapa, auch wilder Broccoli genannt.



Die meisten Wintergemüse wie Rüben, Sellerie, Erdäpfel oder Karotten verleihen dem Essen Süße, was auf Dauer gesehen redundant vorkommen kann. Deshalb freuen wir uns über die Existenz von Bittersalaten, Radicchio di Treviso oder Cime di Rape. Ein kleines Kompendium der Bittergemüse.

 

Cima di Rapa

Cima di Rapa, auch wilder Broccoli genannt, wird in Italien und Spanien angebaut. Der wilde Broccoli eignet sich gut als Beilage zu fettem Braten, als Teil eines Pastagerichtes (man nehme Pasta Corta) oder auch in Kombination mit lange gebratener Sellerie, wie Andreas Döllerer es in Golling serviert.

 

Puntarelle

Vermutlich war es Heinz Reitbauer im Wiener Steirereck am Stadtpark, der den Österreichern das Gemüse zum ersten Mal näherbrachte. In Italien sind Puntarelle quasi Volksnahrung, vor allem in Rom äußerst beliebt. Es handelt sich dabei um ein Gemüse aus der Chicoree-Familie.

 

Radicchio di Treviso

Das Kultbittergemüse ist in Norditalien in allen Pfannen und Töpfen. Der Treviser Radicchio darf nur an den Ufern des Flusses Sile angebaut werden. Er ist beliebt als gegrillter Radicchio, als Pfannengericht mit Rosinen und Balsamico (wegen der Süße) oder als Risotto.

 

Frisée

Frisée ist die Rettung vor der Langeweile mit dem Wintersalat. Der knackige Frisée wird in Frankreich gerne als Begleitung zu Käse (Kuhmilch wie Ziegenkäse) gereicht, mariniert mit Walnussöl und Sherryessig. Man kann sich das auch mit Leindotteröl aus der Steiermark vorstellen.

 

Artischocke

Wie auf diesem Portal unlängst beschrieben, zählt die Artischocke zu den beliebtesten Gemüsen dieser Saison. Ihre Bitterstoffe sind gesund und verleihen Risotti und Salaten Lebendigkeit und Drive.


Text: Alexander Rabl