Das Sacher in Wien hat einen neuen Küchenchef!

25/05/2016

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 Neuer Küchenchef im Sacher! 

                                              

                                                     


Das Sacher in Wien hat einen neuen Küchenchef


Dominik Stolzer (33) wird neuer Chef über eine 45-köpfige Brigade und kriegt damit Verantwortung für die beiden Sacher-Restaurants, Bankett und das Sachereck in der Kärntnerstraße. Der Job des Sacherküchenchefs wird nach dem Abgang von Werner Pichlmaier nach zehn Jahren in Richtung Selbständigkeit (darüber demnächst mehr) intern nachbesetzt. Denn der Steirer Stolzer ist dem Haus bereits als Küchenchef der Bristol Lounge verbunden, wo er die vergangenen beiden Jahre eine dem Stil des Hauses angemessene Küche aufbaute. 


Auf einen Küchenchef im Sacher warten vielerlei Aufgaben, man kann ein wenig von einer eierlegenden Wollmilchsau sprechen, wenn es um die Jobdeskription geht. Denn einerseits muss die Küche im „Anna Sacher“ die Ansprüche verwöhnter lokaler beziehungsweise weitgereister Gäste befriedigen (darunter auch viele Amerikaner, was die Aufgabe nicht leichter macht) und damit qua Preisniveau in der Oberliga mitspielen. 


Andererseits gilt es behutsam die Tradition der Sacherküche im „Roten Salon“ weiter zu führen. Die Salon-Stammgäste, darunter auch viele Künstler aus der Oper sowie Opernbesucher, mögen das und erwarten sich das an diesem Ort zu Erwartende. 


Pichlmaier hatte in punkto Tafelspitz oder Rinderconsommé schon fast ein Maximum aus den Möglichkeiten herausgeholt. Zum anderen muss die Mannschaft straff geführt werden, wenn es um Bankette geht oder um die Belieferung der diversen Cafés des Hauses. In der Ballsaison befindet sich die Küche diesbezüglich in ihrer Bewährungsprobe und es wundert eigentlich nicht, dass das Haus kein Risiko bei der Neubesetzung des Chefpostens der Sacherküche eingehen wollte. Wobei Dominik Stolzer sich ja bereits seine Sporen verdient hat. Der in der Steiermark mit zwei Hauben ausgezeichnete Koch legte im Bristol eine Küche vor, welche es der Familie Gürtler und ihren Hoteldirektoren als angemessen erscheinen ließ, ihm die große Chance zu geben.


Text: Alexander Rabl



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