Das sind Alexander Koblingers liebste Weine

Alexander Koblinger hat alles, was ein guter Sommelier braucht: die Kompetenz in allen fachlichen Belangen, die Sensibilität für die Bedürfnisse und Wünsche seiner Gäste, den Ehrgeiz für stete berufliche Weiterentwicklung, das Organisationstalent für den Aufbau eines idealen Restaurantweinkellers sowie Charisma und den subtilen Charme eines Weinmenschen, der seinen Beruf wirklich liebt, ohne sich selbst zu weit in den Vordergrund zu stellen.

Uns verriet der Gault&Millau Sommelier des Jahres 2014 seine 5 Lieblingsweine:


Hermitage 1986

Bernard Faurie

Bernard Faurie ist für mich der „letzte Mohikaner“ von Hermitage und eine absolute Legende. Ich hatte das Glück, noch vor 2 Jahren mit ihm in seinen Keller zu gehen und seine Weine aus den Fässern zu verkosten. In Tokyo entdeckte ich im Herbst wahrscheinlich eine der letzten Flaschen seines 86er Hermitage weltweit in einer Weinbar in Tokyo. Einfach grandios! Leider war es auch hier die letzte Flasche.


 

Riesling Mölsheim Late Release 2013

Battenfeld-Spanier

Man ist ja immer auf der Suche nach Preis-Leistungsweinen und die Late Release von H.O. und Caroline Spanier ist geradezu ein Paradebeispiel dieses Genres. Ein vermeintlich „normaler“ Ortswein mit grandioser Struktur, Tiefe and Aromatik und perfektem Trinkfluss. Orangen, Pfirsich, dunkle Würze, mittlerer Körper und langem Abgang. Kurzum ein Wein der jedem Weinfreund wirklich Freude bereitet.



 

Trebbiano D’Abruzzo 2004

Emidio Pepe

Bei Trebbiano D’Abruzzo denkt man nicht unbedingt an Weltklasseweine. Aber der von Emidio ist kein dünner nichtssagender Wein, sondern ganz große Klasse. Gewachsen zwischen dem Gran Sasso Berg und der Adria mit Pergola-Erziehung schlummern hier mitunter die gesuchtesten Weine von Italien. Der 2004 war zu Beginn noch reduktiv, karg und würzig und bekam mit der Luft mehr und mehr Marzipan, Ringlotte und Quittenaromen. Salzig und lang am Gaumen war es eine echte Offenbarung und noch extrem jugendlich.




 

Contrada Chiappemacine 2015

Az. Agr. Passopisciaro

Nerello Mascalese ist jetzt wahrscheinlich nicht wirklich eine Rebsorte, die man so auf dem Schirm hat. Sollte man aber unbedingt haben, denn das was hier auf dem Ätna wächst, ist sensationell eigenständig. Die Farbe im Glas eher blasser, zum Teil vergleichbar mit einem Pinot Noir. Die Aromatik geht zum Teil auch in die Burgunderrichtung aber am Gaumen kommt eine enorme Kraft und Würze dazu. Tolle frische Säure, knackiges Tannin und super spannende Aromen.

Le Mesnil Coteaux de Champenoise 2015

Bruno Paillard

Einer der seltenen Stillweine aus der Champagne – nur 550 Flaschen wurden produziert. Reinsortig Chardonnay mit nur 12% Alkohol aus einer der berühmtesten Lagen der Champagne – Le Mesnil. Das neue Holz ist kaum zu spüren und der Wein vibriert geradezu vor Kraft und Power. Eine ganz Palette von Zitrusaromen bekommt man im Glas, um dann am Gaumen noch mit einer super knackigen Säure überrascht zu werden. Ein fordernder Wein, der keinen kalt lässt und extrem lange in Erinnerung bleibt.