Essen

Das sind die Food Trends 2020


Wie vieles andere entwickelt sich auch unser Essverhalten stetig weiter. Sowohl Restaurants, als auch Produzenten und Supermärkte müssen auf diese Veränderungen reagieren. Wir haben die wichtigsten Food Trends aus den Prognosen einer Studie von Whole Foods und dem Food Report von Ernährungsexpertin Hanni Rützler für Sie zusammengefasst.

 

Nachhaltige Landwirtschaft

Nachhaltige Landwirtschaft war bereits eines der großen Schlagworte 2019 und auch nächstes Jahr werden wir noch viel darüber hören. Landwirte, Wissenschaftler, aber auch Konsumenten achten darauf, wie die Nutzung der Felder die Bodengesundheit verbessern und beim Kampf gegen den Klimawandel helfen kann.

 

Westafrikanische Küche

Japanische Küche war gestern, nun ist es an der Zeit zu zeigen, dass sich auch afrikanische Gerichte eine Bühne verdient haben. Alte Getreidesorten wie Fonio-Hirse oder Teffmehl sind genauso im Trend wie die als Superfood titulierten Produkte Moringa oder Tamarinde. Davon werden wir im Supermarkt und auf den Speisekarten 2020 mehr sehen.


 

Kinder-Gerichte 2.0

Die Eltern von heute geben ihr Bewusstsein von gesunder und abwechslungsreicher Ernährung an ihre Kinder weiter, weshalb Restaurants und Lebensmittelmarken ihr Angebot an Kindergerichten ebenfalls anpassen müssen. Fischstäbchen ohne Panier, Bio-Chicken Nuggets und Pasta aus weizenfreiem Mehl sind nur der Anfang.

 

Alkoholfreie Cocktails

Während das Angebot an „Mocktails“ in den Getränkekarten in der Vergangenheit nicht weit über Virgin Mojito und Ipanema hinausging, sind alkoholfreie Alternativen immer mehr im Kommen. Seien es kreative alkoholfreie Biere oder sogar alkoholfreier Gin.

 

Pflanzliche Butter und Aufstriche

Um der Verwendung von Palmöl und der Rodung des Regenwaldes entgegenzuwirken, sind Lebensmittelerzeuger erfinderisch, wenn es um pflanzliche Butter und Aufstriche geht. In den Regalen werden wir also 2020 noch mehr Auswahl an auf Nuss- und Samenbasis hergestellten Aufstrichen sehen.

 

Soja hat ausgedient

Als pflanzliches Protein war Soja lange Zeit nicht nur bei Veganern beliebt. Doch nicht nur der Anbau von Soja ist problematisch, sondern auch die enthaltenen Allergene. Mungbohnen und Hanfsamen sollen sich neben Soja nach und nach durchsetzen.


 

Alternative Mehlsorten

Mandel- oder Kokosmehl sind keine Neuheit mehr im Regal. Es werden allerdings auch weitere alternative Mehlsorten aus Früchten und Gemüse mehr und mehr für Backwaren und Snacks eingesetzt. Halten Sie 2020 zum Beispiel Ausschau nach Mehl aus Bananen.

 

Zucker-Alternativen

Auch in puncto Zucker wird sich die Auswahl vergrößern. Honig, Agavendicksaft oder Zucker aus Reis bekommen Gesellschaft, wenn auch bald Sirup aus Granatapfel, Süßkartoffeln oder Datteln zum Süßen von Mehlspeisen oder für den Einsatz in Marinaden verfügbar sind.

 

Zero Waste im Supermarkt

Mit Säcken aus Kartoffelstärke oder recyceltem Plastik und dem Verzicht von Plastiktaschen an der Kasse haben nun auch in Österreich einige Supermärkte den Anfang gemacht, Plastik zu verbannen. Der Zero Waste-Gedanke wird auch im kommenden Jahr weiter fortgeführt, wenn weiter an der wenig umweltfreundlichen Verpackung einiger Produkte gearbeitet wird.

 

Urban Food

Das Stichwort regional wird auf die nächste Ebene gehoben, wenn nun auch in Großstädten immer mehr Nahrungsmittel angebaut werden. Möglich machen das neue Technologien, dank denen beispielsweise Pilze im restauranteigenen Keller gezüchtet werden können.


 

Snackification

Die Zeiten der regelmäßigen drei Mahlzeiten am Tag gehören eher der Vergangenheit an. Kaum jemand hat im Alltag des schnellen, mobilen digitalen Zeitalters noch die Möglichkeit, eine solche Essensstruktur beizubehalten. Umso wichtiger werden gesunde Snacks abseits des üblichen Fast Foods. Restaurants mit rasch fertigen Gerichten wie Ramen oder Poke Balls werden immer beliebter und auch in den Kühlregalen der Supermärkte steigt die Auswahl frisch zubereiteter Snacks.