Der Sprudel der Spanier


So vielfältig wie beim Champagner ist auch das Angebot an spanischen Cavas. Sie gelten als preiswerte Alternative.


Gute Trauben und kühles Klima machen feinen Cava


Die Lust der Österreicher am Schaumwein scheint besonders im Sommer unbegrenzt. Zu Prosecco, zu Unrecht als Tussi-Sprudel abgetan, und heimischen Sekten sowie Champagner aus Frankreich kommt als preiswürdige Alternative Cava aus Spanien.


Bevor Spanien der EU beitrat, nannten sie ihren Sprudel noch Xampàn (Tschampan), dagegen hatten die Franzosen dann aber etwas einzuwenden. Wie beim Champagner gibt es tolle und weniger tolle Cavas. Gleich ist beiden Schaumweinen, dass sie auf drei Rebsorten basieren, allerdings sind das in Spanien andere als in Frankreich. Die Rebsorten Xarel.lo, Parallada und Macabeo sorgen wechselweise für Körper, florale Noten und Eleganz.


Wegen der Hitze in Spanien ist es - ganz im Gegensatz zu Frankreich oder England – wichtig, dass die Weine für Cava in höheren Lagen wachsen. Das Spiel aus Hitze bei Tag und Kühle bei Nacht ist wichtig für die Säure. Malolaktische Gärung, um die Säure zu reduzieren, ist in Spanien allerdings niemals notwendig.


Interessant ist, dass die Schalen der kleinen Xarel.lo-Beere wegen ihrer festen Haut, die gegen die Hitze schützt, eine Menge an Antioxydantien enthalten. Einige Gläser täglich für ein langes Leben sind dabei also nicht nur aus geschmacklichen Gründen eine gute Idee. Zu den Tapas in der katalonischen Hauptstadt Barcelona gibt es wenig Besseres.



Text: Alexander Rabl