Deutscher Milliardär kauft den Goldenen Hirsch


Der Goldene Hirsch zählt zu den Haubenlokalen der ersten Stunde. Hotel und Restaurant gingen vor kurzem an einen deutschen Milliardär.


Der Goldene Hirsch soll bleiben wie er ist, aber mit Update bei Komfort und Technik


Das Restaurant des Hotels „Goldener Hirsch“ war eines der ersten, die in Österreich mit einer Haube ausgezeichnet wurden. Der deutsche Restaurantkritiker nannte das einfache, aber immer elegant rustikale Lokal einmal „die Harry’s Bar von Salzburg“. Das dazugehörige Hotel selbst dient Dirigenten und Künstlern während der Festspielzeit als Herberge. Es gilt als teuer, aber auch in die Jahre gekommen, was der Charme und die Qualität des Personals über weite Strecken wettmachen. Nun hat der Hirsch einen Käufer gefunden, der gerne und viel investieren will.


Der in der Schweiz lebende deutsche Milliardär Hans-Peter Wild hat sein Geld mit „Capri Sonne“ gemacht, dem Urmeter der Orangenlimo. Wild hat offenbar eine Schwäche für das 600 Jahre alte, unter UNESCO-Denkmalschutz stehende Haus. Er will den Komfort in den Zimmern auf den Stand der Zeit bringen, vor allem auch was IT-Angelegenheiten betrifft. Hotels ohne perfekt funktionierendes WLAN sind 2016 wie eine Dusche ohne Warmwasser. Für die Zeit der Renovierung wird der Hirsch zwei bis drei Monate schließen.


Das Personal wird vom neuen Besitzer übernommen. Wir hoffen, dass er nicht auf die Idee kommt, im Restaurant etwas zu ändern. So ein herrlich altmodisches Essen gibt es nämlich nicht nur in Salzburg kein zweites Mal.


www.goldenerhirsch.com


Text: Alexander Rabl