Die Geschichte der Osterpinze...und anderes Ostergebäck



Eine schöne goldene Farbe, nicht zu hell, aber auch nicht zu dunkel, der perfekte Eiglanz und die drei exakten Einschnitte mit einer Schere, die für die markante Form sorgen. So sollte die perfekte Osterpinze aussehen, deren Teig fest, aber doch flaumig ist, idealerweise mit einer dezenten Anis- und Butternote. Ohne dieses Gebäck ist Ostern in Österreich kaum noch vorstellbar. Dabei hat die Pinze ihren Ursprung gar nicht in Österreich.

 

Herkunft

Im Veneto und im Friaul gibt es die Pinza, die in diesen Gebieten Italiens ein traditionelles Gebäck zu Weihnachten und Neujahr ist. Über die angrenzende Grafstadt Görz, die damals noch zu Österreich zählte, kam das Rezept nach Graz und seitdem ist die Steiermark das österreichische Zentrum der Osterpinze. Der Name leitet sich vom lateinischen pinsere ‚stampfen, kneten’ und dem italienischen pinza ‚Zange, Schere’ ab und hat wahrscheinlich dieselbe Herkunft wie Pizza und Pita.

 

Osterlamm

In Österreich, dem Land der zahlreichen Mehlspeisen, hat allerdings auch anderes Gebäck zu Ostern Tradition. Bei wem steht an diesem Feiertag nicht auch ein Osterlamm auf dem Tisch? Es erinnert an die Opfergaben zum Paschafest und die Auferstehung Christi. Heutzutage kommt das Lamm zwar nicht mehr ganz so oft als Hauptgang auf den Tisch, dafür als Gebildbrot aus Rührteig.

 

Osterkipferl

Das Osterkipferl zählt genauso zu den österreichischen Osterbräuchen. In einigen Regionen ist es üblich, dass Patenkinder von ihren Tauf- oder Firmpaten zu Ostern ein Kipferl (oft mit eingebackenem Geldstück) überreicht bekommen. Aus Hefeteig wird ein mehrsträngiger Zopf geflochten und in die Form eines Kipferls gebracht.

 

Osterbrot

Aus der Steiermark kommt nicht nur die Osterpinze, auch das steirische Osterbrot, auch Weihbrot genannt, ist im ganzen Land bekannt. Das leicht süßliche Weißbrot, optional mit Rosinen gebacken, dient als Unterlage für Schinken, Eier und Kren.