Die Mailänder haben es besser

Die Stadt, in der Gualtiero Marchesi einstmals die italienische Cucina Novella erfand, muss sich auch dieser Tage kulinarisch nicht verstecken.
 
Mailand bekam vor wenigen Tagen etwas Besonderes geschenkt, es nennt sich Identità Golose Milano, ein internationales, vornehmlich italienisch geprägtes Zentrum für Hochgastronomie, gelegen nur unweit des Teatro de la Scala.
 
Der Mailänder Bürgermeister eröffnete am 18. September das von einem gewichtigen Sponsor getragene Projekt, bei dem geklotzt und nicht gekleckert wird. Mailand, schon 2015 während der Expo eine Drehscheibe für weltreisende Foodies, verdient damit erneut Aufmerksamkeit.
 
Abwechselnd und einer fixen kalendarischen Planung folgend, werden in der Identità Chefs wie Massimo Bottura, Cristina Bowerman, Ana Ros oder Rodrigo Oliveira Dinners zubereiten. Die viergängigen Menüs gibt es zum brieftaschenfreundlichen Preis von 75 Euro.
 
Die Mailänder haben Gelegenheit, verschiedene Kochstile und die Gerichte einiger der besten Küchenchefs, und das nicht bloß aus Italien, kennenzulernen. Mailand-Besucher haben wiederum die Gelegenheit, zu schmecken und zu verstehen, dass die Küche Italiens aus mehr besteht als aus hunderten Pastasorten. Wobei: Das ist mehr als die meisten anderen Länder anzubieten haben.
 
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www.identitagolosemilano.com


Text: Alexander Rabl