Essen

Die Welt der Salate

Caesar Salad, einer der berühmtesten Salate der Welt, vielfältig variierbar, mit Eier, gegrilltem Huhn, Avocados oder Shrimps.

24. August 2017


„Ach, für mich nur einen Salat“, heißt es jetzt nach den Völlereien der Sommerurlaube wieder öfter. Damit kann man Wirte in die Weißglut treiben und nur die wenigsten Mittelstands-Restaurants haben begriffen, dass man auch mit Salaten gutes Geld für gute Gerichte verdienen haben. Da geht noch viel mehr als Rucola mit Parmesan und billigem Balsamico, viel mehr. Schauen Sie sich an, welche Salate es weltweit gibt. Zum Ausprobieren durchaus geeignet. Und viel mehr als Diät-Futter.

 


Amerika: Caesar Salad

 

Angeblich erfunden von Cesare Gardini am Lago Maggiore, enthält dieser Salat ein Dressing, in dem Anchovis eine Rolle spielen und danach sind nicht nur die Amerikaner süchtig. Cesare (Caesar) Gardini wanderte nach Amerika aus, kam über San Diego nach Los Angeleges und eröffnete da wie dort Restaurants. Römersalat, Croutons und Anchovis fügen sich nebst Eigelb, Olivenöl, Knoblauch, Zitronensaft, Woresterhiresauce und Mayonnaise zu einer herrlichen Melange, die je nachdem mit gegrilltem Huhn oder Garnelen erweitert, oder auch pur zu Steaks serviert werden kann. Der C.S. zählt zu den beliebtesten Speisen in den Staaten.

 


Südfrankreich: Salad Nicoise

 

Thunfisch, grüne Fisolen, harte Eier, gekochte Erdäpfel, Sardinen und knackiger Salat ergeben den berühmtesten Salat des Südens, der mit ausgewählten Zutaten zu einer Festmahlzeit gelangen kann und die perfekte Unterlage für gekühlten Rosé bietet.

 

 

Griechenland: Horioatiki Salat

 

Aus Zwiebel, Paradeisern, Gurken, Kalamata Oliven und Fetakäse entsteht dieser Ikone der griechischen Küche, der, wenn er mit guten Zutaten zubereitet wird, wie es sie jetzt sogar in Österreich gibt, zu einer Delikatesse geraten kann. Einfach, preiswert, gut.

 


Toskana: Panzanella

 

Aus den vielen Möglichkeiten, aus altem Brot eine Delikatesse zu machen, ragt dieser Salat heraus, er zählt neben dem Caprese (Mozzarella und Tomaten) zu den berühmtesten Salatgerichten Italiens. Man benötigt dazu Brot, das schon ziemlich an Härte gewonnen hat. Dieses lässt man mit Olivenöl, Paradeisern, Zwiebel und Salz ziehen. Die Kombination aus Kruste und aufgeweichter, von der Marinade vollgesogener Krume ist einzigartig.



New York: Waldorf Salad

 

Der Koch des berühmten Waldorf in New York, Oscar Tschirky, erfand diese Mischung aus Weintrauben, dünn geschnittenem Apfel, Walnüssen und Stangensellerie, der auf grünem Salat serviert wird. Es gibt auch eine Variante mit Knollensellerie und welcher der Verzug gegeben wird, ist Geschmackssache.

 

 

Peru: Solterito

 

Dieser Salat, dessen Name so viel bedeutet wie „kleiner einzelner Mann“, besteht aus Erdäpfeln, Koriander, Zwiebel, Chili, Favabohnen, Mais und Käse. Alles in Stücke geschnitten, geviertelt oder gehackt, in Olivenöl mariniert, fertig.

 


Kalifornien: Cobb Salat

 

In dem berühmten Lokal Brown Derby wurde nach seinem Besitzer Robert Howard Cobb dieser Salat benannt. Er ist der ideale Snack nach Mitternacht, also schon kräftigend, aber nicht zu heavy. Man nehme Reste, die sich in der Küche angesammelt haben oder bereite alles frisch zu: Gegrilltes Huhn, Avocado, gebratener Speck, Käse, harte Eier, das wäre es. Wer noch ein paar Salatblätter dazu fügt, liegt nicht falsch.

 

 

Thailand: Yum Woon Sen

 

Hierbei handelt es sich um Glasnudelsalat, der mit einem würzigen Dressing verfeinert wird. Darin befinden sich Erdnüsse, getrocknete Shrimps, Fischsauce, Limette, Thai Chili und Perk von Cilantro. Sehr aromatisch, aber dennoch leicht.

 

 

Guatemala: Fiambre

 

Die Geschichte dieses Salats, der ein echtes Hauptgericht ist, erzählt von einem Festtagsgericht, das aus den Lieblingsgerichten von verstorbenen Verwandten zubereitet wurde. Ein recht herzhafter Salat jedenfalls. Natürlich variieren die Rezepte dazu, aber Mixed Pickles, kalter Aufschnitt, Käse, Würste, Salami, Babymais, Pfefferoni und dergleichen findet sich immer wieder darin.

 


Finnland: Rosolli


Ein klassisches Weihnachtsgericht aus gekochten Rüben, Erdäpfeln, Karotten, die geschält und gehackt werden. Dazu kommen Äpfel, Zwiebeln und Gurken, und wenn das alles getrennt in einer gläsernen Schüssel geschichtet serviert wird, bringt es ordentlich Farbe in den finnischen Winter. Darauf kommt dann ein Dressing aus Schlagobers.


Text: Alexander Rabl