Döllerers kochen für die EU-Staatschefs

Ein Bankett für die EU-Staatschefs in Salzburg? Andreas und Christl Döllerer machen das schon.



Einstweilen kämpft Christl Döllerer noch mit der Bürokratie. Rund 40 Mitarbeiter müssen in den kommenden Tagen mit Ausweis und CV durch einen Security-Check. Immerhin ist der Auftrag am 20. September dieses Jahres nicht irgendein Catering, sondern das prekärste Catering des Jahres.
 
Es geht um die Verpflegung der EU-Staatschefs samt Kommissar und Präsidenten in den Räumlichkeiten der Universität Mozarteum. Dort findet dieses Jahr das EU-Treffen der Staatschefs statt und endlich einmal, möchte man sagen, gibt es bei einer solchen Gelegenheit auch etwas Gescheites zu essen und zu trinken.
 
Andreas Döllerer und sein Team werden in einem winzigen Raum das Essen zubereiten, außerdem für die Stärkung von nicht weniger als 78 Dolmetschern plus einem Riesenaufgebot an Security sorgen.
 
Dabei gibt sich die politische Elite beim Essen recht genügsam, wie ja auch Kanzler Sebastian Kurz selbst kein Freund ausufernder Schlemmerorgien ist.
 
Zum Einstieg laben sich die Damen und Herren Staatschefs, Vorsitzenden und Präsidenten an einer Döllerersuppe, darin Kaspressknödel, Frittaten und Fleischstrudel, eine nahrhafte Köstlichkeit, danach geschmortes Short-Rib mit Ochsenherz-Paradeisern, eines der besten Döllerer-Gerichte der diesjährigen, gerade zu Ende gehenden Sommersaison. Zum Abschluss gibt es Kaiserschmarrn, immer noch Österreichs prestigereichste Nachspeise.
 
Wie Andreas Döllerer den Schmarrn ohne Ofen zubereiten wird, darauf dürfen die Staatschefs gespannt sein. Zu trinken gibt es übrigens erwartungsgemäß Weine aus Österreich. Unter anderem einen Blaufränkischen aus dem Mittelburgenland.


Text: Alexander Rabl