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Dreikönigstag: Zeit für "Galette des rois"


Wir lieben die Weihnachtszeit. Wenn die Tage kürzer werden und früher Dunkelheit einkehrt, freuen wir uns über bunte Weihnachtsbeleuchtung, wärmenden Glühwein und die besinnliche Adventzeit. Doch kaum sind Heiligabend und Silvester vorüber, neigen sich auch die Feiertage traditionell dem Ende zu.

 

In Frankreich lässt man diese am Dreikönigstag im Kreise der Familie und/oder Freunden mit einem kleinen Ritual ausklingen und bei dieser Gelegenheit auch ein weiteres Mal die Korken knallen. Serviert wird eine „Galette des rois“, bei der es sich um einen Blätterteigkuchen handelt, der klassisch mit einer Zucker-Mandel-Mischung gefüllt wird und in dem sich eine „Fève“ versteckt. Wörtlich als „Bohne“ zu übersetzen, verwendet man heutzutage meistens eine kleine (Porzellan-)Figur.

 

Und so läuft der Brauch ab:

Der Jüngste unter den Anwesenden versteckt sich unter dem Tisch. Dann wird die Galette angeschnitten und der Jüngste nennt die Namen, denen nach der Reihe ein Stück serviert werden soll. So lange, bis jeder ein Stück des Kuchens vor sich auf dem Teller hat. Jetzt ist vorsichtig essen angesagt, bis jemand die „Fève“ in seinem Stück entdeckt hat. Die Person bekommt eine Papierkrone aufgesetzt, wird zum KönigIn für den Tag ernannt, darf sich eine/n KönigIn wählen und soll das ganze Jahr über Glück haben. Und jedes Mal, wenn der/die KönigIn sein Glas zu den Lippen führt, müssen alle Anwesend „Le roi boit“ (Der König trinkt) rufen.

 

Wenn Sie nun ebenfalls auf den Geschmack gekommen sind, haben wir noch ein Rezept für Sie:

 

Zutaten für 1 Galette des rois

100 g Mandelmehl

100 g Zucker

eine Prise Salz

Schale einer halben Bio-Orange

100 g Butter (Zimmertemperatur)

2 große Eier (Zimmertemperatur)

2 EL Rum

1/8 TL Mandelextrakt

2 Rollen fertiger Blätterteig

 

1 Eidotter + 1 TL Milch zum Bestreichen

1 kleine Figur oder Mandel

 


Zubereitung

Mandelmehl, Zucker, Salz und Orangenschale in einer ausreichend großen Schüssel vermengen. Dann die Butter einarbeiten. Ein Ei nach dem anderen, Rum und Mandelextrakt untermischen. Die Masse bedecken und kühlstellen.

 

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Blätterteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit Hilfe eines Deckels oder Tellers in zwei gleich große Kreise schneiden (Durchmesser ca. 23 cm). Einen Kreis auf das Backblech legen, mit Backpapier bedecken und den zweiten Kreis darauflegen. 30 Minuten kaltstellen.

 

Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Teig und Füllung aus dem Kühlschrank nehmen. Den zweiten Kreis beiseitelegen. In der Mitte des ersten Kreises nun die Mandelfüllung verteilen, am Rand circa 3cm Platz zum Verschließen lassen. Jetzt die kleine Figur oder Mandel irgendwo in die Masse drücken.

 

Die Ränder des Teiges mit Wasser bestreichen. Dann den zweiten Kreis über die untere Teighälfte legen und die Ränder gut zusammendrücken. Einen dekorativen Rand gestalten, indem man ihn zum Beispiel mit einem kleinen Messer von außen nach innen leicht einschneidet. Wer möchte, kann auch noch vorsichtig ein Muster in den Teigdeckel ritzen. Aber nicht zu weit einschneiden.

 

Dotter und Milch vermischen und mit einem Pinsel den Deckel der Galette bestreichen. Mit einem spitzen Messer 5 Löcher einstechen, damit während des Backens Dampf entweichen kann.

 

30 Minuten backen, bis die Galette goldbraun ist. Beim Auskühlen wird die Galette wieder etwas in sich zusammenfallen – das ist völlig normal. Noch lauwarm servieren.