Eichhörnchen am Spieß




Nicht nur Veganer machen sich über die ökologischen Konsequenzen des Fleischkonsums Gedanken. Die Art und Weise, wie sich die Menschheit in Zukunft nachhaltig ernähren kann, ist ein Thema, das auch die UNO beschäftigt. Fazit: Es muss nicht immer Rindfleisch sein!


Die Massentierhaltung wirft nicht nur ethische Fragen auf, sie hat auch enorme ökologische Konsequenzen. Laut eines jüngst veröffentlichten Berichts der UNO trägt die weltweite Rindfleischzucht mit 14,5 % aller Treibhausgase zur Erderwärmung bei – Tendenz weiter steigend. Die Rinderzucht ist auch was die Verwendung von pflanzlichen Proteinen, Wasser und Fläche betrifft, die mit Abstand ineffizienteste Art und Weise, tierische Proteine zur Ernährung von Menschen zu erhalten. Ökologisch betrachtet, ist die Schweinemast etwas, und die Hühnerzucht wesentlich günstiger. Die effizienteste Form, tierische Proteine für die menschliche Ernährung zu gewinnen, ist übrigens die Insektenzucht.


Als Allesfresser stehen Tiere seit je her auf dem Speiseplan der Menschen. Gleichzeitig war der Verzehr von Fleisch immer eine Ausnahme, weil es sehr aufwändig war, Tiere zu züchten beziehungsweise zu jagen. Bis in die 1950er Jahre hinein beschränkte sich auch in unseren Breiten der Verzehr von Fleisch zumeist auf den viel zitierten Sonntagsbraten.


Welche Tiere gerne gegessen und welche verabscheut werden, unterliegt kulturellen und religiösen Einstellungen. Das gilt nicht nur für die heilige Kuh der Inder oder das Tabu der Moslems, Schweinefleisch zu verzehren. Während in Frankreich Pferdefleisch als Delikatesse gilt, ist es in einigen Bundesstaaten der USA sogar gesetzlich verboten. Auch der Genuss von Hundefleisch hat außerhalb von China nur wenig Anhänger.


Je reicher eine Gesellschaft wird, umso mehr steigt der Fleischkonsum. So hat der weltweite Verzehr von Rindfleisch in den letzten 50 Jahren laut UNO-Bericht um 180 % und der von Hühnerfleisch um 700 % zugenommen. Tendenz weiter steigend. Weil nicht anzunehmen ist, dass in Zukunft ein Großteil Menschheit zu Veganern wird, schlägt die UNO vor, über Alternativen zur intensiven Rinderzucht nachzudenken. Wesentlich ökologischer ist der Verzehr von Straußenfleisch, weil diese so gut wie keine Treibhausgase produzieren und wesentlich weniger pflanzliche Proteine zur Aufzucht benötigen. Auch das in Südamerika geschätzte Lamafleisch ist eine wohlschmeckende und ökologische Alternative. Vor allem sollte man verstärkt frei lebende Tiere essen, wobei man natürlich auf das Gleichgewicht in den jeweiligen Biotopen achten muss. Neben großen Tieren wie Reh, Hirsch und Wildschwein, sollte man auch kleinere Tiere wie Hasen und Eichhörnchen auf den Speiseplan nehmen. Letztere wären besonders wohl schmeckend und vielen Ländern im Überfluss vorhanden.