Ein Menü von und für Eckart Witzigmann



Hans Haas ...



und Marc Haeberlin...



...  und andere Spitzenchefs geben sich für Eckart Witzigmann die Ehre (im Bild mit Ikarus-Teamleader Martin Klein).








Ikarus feiert Eckart Witzigmann mit einem Menü


Das Line-Up des Juli-Menüs im Ikarus im Hangar 7 ist tatsächlich beachtlich. Einige der berühmtesten und besten Köche Deutschlands steuern jeweils einen Gang zu einem Ehrenmenü bei, welches anlässlich Eckart Witzigmanns 75. Geburtstag serviert wird. Ja, diesmal ist Witzigmann sein eigener Gastkoch.


Witzigmann, "Koch des Jahrunderts" von Gault Millau, Meister aller Meister, von den Kollegen und Ex-Mitarbeitern konsequent „Chef“ genannt – von ihm stammt ja auch das Ikarus-Konzept selbst, an das am Anfang kaum jemand geglaubt hat, und das sich nicht zuletzt dank der bemerkenswerten Leistungen des Ikarus-Küchen-Teams (Chefkoch: Martin Klein) extrem bewährt hat.


Klingende Namen finden sich auf der Liste der Mittäter an dem Jubiläumsmenü, Wegbegleiter Witzigmanns, die längst ihren eigenen Stil gefunden haben. Sowie Marc Haeberlin, bei dessen Vater Witzigmann in Illhaeusern gelernt und gearbeitet hat.


Es sind also Bobby Bräuer, Hans Haas, Karlheinz Hauser, Roland Trettl, Harald Wohlfahrt, das Ikarus-Team selbst und eben Marc Haeberlin, die sich beim Nachdenken ihrer Kreationen vermutlich ins Zeug gelegt. Unter Kollegen gibt sich ein Küchenchef am wenigsten gerne eine Blöße.


Das Menü ist auch eine Reise durch die vergangenen Jahrzehnte der Spitzenküche deutscher und französischer Prägung. Moderner Trettls Steinbutt im Salzteig, klassich-modern der Pfirsich in Champagne von Haeberlin. Sogar Eckart Witzigmann hat einen Gang des Geburtstagsmenüs zu seinem 75er komponiert: Beef Tatar mit Kaviar und roten Rüben, ein ewig guter Klassiker.


All zu viel Zeit sollte man sich mit der Buchung eines Tisches für dieses Menüs nicht lassen. Wobei da schon ein kleiner Wermutstropfen zu orten ist. Nicht aus Patriotismus, höchstens aber aus Bedauern vermisst man österreichische Topköche wie Joachim Gradwohl, Jörg Wörther oder Christian Petz – immerhin damals in der Münchner „Aubergine“ ebenfalls genauso unter Feuer wie die deutschen Kollegen.


Mehr über das Juli-Menü

www.hangar-7.com


Text: Alexander Rabl