Fritz (Wein-)Rieder geht beim Riesling an die Grenzen

Vielleicht wäre Fritz Rieder aka Weinrieder Extrembergsteiger, wenn das Weinviertel nicht so flach wäre und er einen anderen Beruf hätte. So wurde und ist er Extremwinzer. Sein neuester K2: Riesling.
 
Unter dem Motto „Riesling am Limit“ steht sein Event „Weinrieder extrem“, der Anfang September in Weinrieders Weinviertler Weingut stattfindet, sowie ein großes Riesling-Dinner beim Meinl am Graben Mitte November.
 
Riesling auf Lössböden zu machen war nicht das ursprüngliche Ziel von Fritz Weinrieder, der zuerst durch seine phänomenalen Eisweine, dann mit seinen substanzreichen und faszinierenden Versionen und Visionen zum Thema Grüner Veltliner Aufsehen erregte, und mittlerweile seinen Platz in der Reihe der besten Winzer des Landes sicher innehat.
 
Doch neben dem Veltliner, so erzählt Fritz Rieder, hat es ihm schon lange der Riesling angetan. Und: „Wenn ich hier etwas erreichen will, muss ich das Thema ausreizen.“ Heißt soviel wie Warten, Warten, Warten – bis der Zeitpunkt der Lese ideal ist. Denn die Rebsorte wäre im Mainstream-Bereich absolut ungeeignet für die Böden im Weinviertel, also chancenlos beispielsweise gegen Kamptal oder Wachau, gegen Mosel und Saar sowieso. Doch gerade das reizt den Limit-Winzer und Querdenker. Und er zitiert in diesem Zusammenhang gerne Nikolaus Harnoncourt, der einmal meinte: „Genialität ist immer einen Millimeter vor der Katastrophe.“

Extremwinzer Fritz Rieder und sein Stargast Clemens Busch. (c) Clemens Busch

Für „Riesling am Limit“ hat Fritz Rieder einen Mitstreiter aus Deutschland eingeladen, den er schätzt und als spannende Ergänzung zu den Weinen vom eigenen Gut angemessen findet. Es ist die deutsche Legende Clemens Busch von der Mosel, der mit seiner Kollektion ins Weinviertel reisen wird. 
 
Weinrieder extrem ist nicht nur eine spannende Weinpräsentation, sondern auch eine Gelegenheit des Netzwerkens für viele auch aus dem Ausland anreisende Winzer, Sommeliers und Weininteressierte, die sich in aller Ruhe durch das Angebot kosten und ihre Eindrücke und Erfahrungen austauschen. Extrem bedeutet auch, dass der eine oder andere kleine Rauschmoment dabei nicht ausgeschlossen sein darf.

 
Riesling am Limit

von 1. bis 3. September


Mehr als 50 Rieslinge werden in sechs Vertikalen verkostet
– Rieslinge von Gastwinzer Clemens Busch
– Rieslinge von der Lage Kugler
– Riesling Reserven
– Rieslinge Grande Reserve
– Eisweine vom Riesling
– Rieslinge aus der Schatzkammer


Weiters drei Vertikale mit je 6 Jahrgängen
– Grüner Veltliner Reserve
– Burgunder Reserve
– Lagenreserven
 
Die Türen des Weinguts stehen an diesem Wochenende von Samstag bis Montag, jeweils ab 14 Uhr und garantiert bis 20 Uhr, offen.


Die Eintrittsgebühr beträgt 29 Euro. Selbst vor schlechtem Wetter muss sich niemand fürchten, denn die Veranstaltung findet geschützt vor Regen und Wind statt.
Für die Stärkung der Gäste sorgt Haubenkoch Christoph Wagner.
Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist: oice@weinrieder.at bzw. 02552-2241.


Infos zu Übernachtungsmöglichkeiten: www.weinrieder.at


Text: Alexander Rabl