Gault&Millau 2020: Die besten Almütten in Tirol

In den Bergen unterwegs zu sein, ist eine der schönsten Formen des Genießens. Vor allem, seit einen zwischen Gipfeln und Tälern neben einem atemberaubenden Panorama, kristallklarer Bergluft und einzigartiger Natur auch kulinarische Hochgenüsse erwarten. Darum haben wir uns auch dieses Jahr wieder in die Tiroler Berge begeben, um die besten und schönsten Ski-, Alm- und Wanderhütten zu besuchen und  zu testen. Und siehe da: Wir stießen auf noch mehr Betriebe, die unbedingt Eingang in dieses Buch finden mussten.


DIE BESTEN ALMHÜTTEN FÜR GOURMETS


Heidelberger Hütte

Ischgl


Auch heuer war die Heidelberger Hütte wieder Teil des „kulinarischen Jakobsweges“. Diesmal hat sie ihn sogar eröffnet. Mit dabei bei der großen Eröffnung waren Stars wie Paul Ivic, Jean-Georges Klein und der Hüttenpate Tristan Brandt. Aber auch abseits dieses Events hat man in der Heidelberger Hütte – auch kulinarisch gesehen – einen sicheren Hafen. Unbedingt probieren sollte man den Paznauner Almkäse mit Grantenmarmelade (Preiselbeeeren) und die Schlutzkrapfen mit Steinpilzen. Die Granten sind später auch beim Kaiserschmarren im Pfandl dabei. Verdient hat man sich das ohnehin. Auch großartige Weine.


Taubenseehütte

Kössen


Die Taubenseehütte ist so etwas wie ein nördlicher Grenzposten an der Grenze Tirols zu Bayern. Das Panorama auf der Taubenseehütte reicht von den Berchtesgadener Bergen über die Loferer Steinberge, die Hohen Tauern hin zu den Zillertaler Alpen. Also ziemlich umfassend. Der Taubensee gilt als das (blaue) „Auge Bayerns“ und liegt nur ein paar Gehminuten von der Hütte entfernt. Die Küche ist herzhaft und solide: bestens die Bouillabaisse von heimischen Fischen (wir schaffen es einfach nicht, Fischsuppe zu sagen) und die Desserts. Die sind umwerfend. Vor allem die Moosbeernocken.


Wildalpgatterl

Fieberbrunn


Das Wildalpgatterl ist deutlich mehr als eine Alm oder eine Hütte. Es ist eher ein alpiner Gasthof mit ambitionierter Küche. Daher ist es wenig verwunderlich, dass das Wildalpgatterl mittlerweile ein beliebter Treffpunkt und Ort kulinarischer Genüsse ist. Immerhin ist man auch Mitglied bei der Initiative „KochArt“. Es gibt die Klassiker in schöner Ausführung und guter Qualität: Tiroler Festtagssuppe (mit Rindfleisch), Kaspressknödel (gebraten) oder (ebenfalls gebratene) St. Johanner Würstel. Tees von Ronnefeldt, diverse Kaffeevariationen und Huber Bier. Regionalität wird hier ernst genommen.


Wedelhütte

Kaltenbach/Zillertal


Das Wildalpgatterl ist deutlich mehr als eine Alm oder eine Hütte. Es ist eher ein alpiner Gasthof mit ambitionierter Küche. Daher ist es wenig verwunderlich, dass das Wildalpgatterl mittlerweile ein beliebter Treffpunkt und Ort kulinarischer Genüsse ist. Immerhin ist man auch Mitglied bei der Initiative „KochArt“. Es gibt die Klassiker in schöner Ausführung und guter Qualität: Tiroler Festtagssuppe (mit Rindfleisch), Kaspressknödel (gebraten) oder (ebenfalls gebratene) St. Johanner Würstel. Tees von Ronnefeldt, diverse Kaffeevariationen und Huber Bier. Regionalität wird hier ernst genommen.


Bodenalm

Prägraten


Es gibt zwei Dinge, auf die man achten sollte, wenn man gute Käsespätzle machen will. Erstens: den Käse. Es sollte eine erprobte Mischung aus jungem (und demnach noch wenig intensivem) Bergkäse und einem gereiften (also schon recht kraftvollen) Alpkäse sein. Und dann braucht es noch viel Zeit für das Rösten der Zwiebel. Sehr viel Zeit. Die Kasspatzln auf der Bodenalm sind mustergültig. Aber auch der Rest ist richtig gut. Also die Almjausen, der Kaiserschmarren, die zauberhaften Eisbecher. Ach ja, man muss nach Prägarten ins Virgental, will man das alles genießen. Es zahlt sich jedenfalls aus.


(c) Tirol Werbung / Schwarz Jens



DIE BESTEN ALMHÜTTEN FÜR DIE FAMILIE


Älpele

Tannheim


Genau genommen ist das Älpele in Innergschwend im Tannheimertal ein kleines Juwel. Es gehört zum Gästehaus Zoller bzw. wird von dessen Wirtsleuten bewirtschaftet. Das Älpele ist eine Almwirtschaft auf etwa 1500 Meter Seehöhe und in einer Stunde vom Zoller aus zu erreichen. Oben angekommen, können sich Wanderer mit deftigen Brotzeiten, klassischen Suppen, hausgemachten Kuchen und einem wunderbaren Kaiserschmarren stärken. Gleich neben der Alm ist ein Kinderspielplatz, sodass die Wanderung zum Älpele perfekt für einen Familienausflug geeignet ist. Nicht grundlos ist das Älpele längst legendär.


Wimmertalalm

Gerlos


Die Wimmertalalm liegt, wie der Name vermuten lässt, im mittleren Wimmertal, einem kleinen Seitental des Gerlostals. Die Alm befindet sich am Fuß der Kirchspitze und an einem kleinen Bächlein. Der Aufstieg ist für Kinder und Oma/Opa tauglich, der „Anstieg“ dauert kaum eine Stunde und wird mit köstlichen Almspeisen belohnt. Vor allem das Wiener Schnitzel und der Kaiserschmarren sind gut und – nicht ohne Grund – äußerst beliebt. Allerdings gibt es auch Klares und Geistiges. Und selbst Angesetztes. Obstler und Meisterwurz sind ebenso gut wie der Blaubeeroder der Holunderlikör.


Mutterer Alm

Mutters


Wie viele Betriebe hier im Hüttenguide ist auch die Mutterer Alm keine Hütte. Und auch keine Alm. Nicht einmal ein einzelnes Gebäude. Vielmehr ist sie ein Ganzjahreserholungsgebiet nahe der Hauptstadt. Ein Familienskigebiet und im Sommer wunderbar wanderbar. Es gibt also auf der Mutterer Alm eine Reihe von Gastronomiebetrieben für jeden Geschmack. Der Betrieb, der die Mutterer Alm auch im Namen trägt, ist das Mutterer Alm Bergrestaurant direkt neben der Bergstation der Muttereralmbahn. Zu essen gibt es die klassische Tiroler Almkost von der Pressknödelsuppe bis hin zu Germknödel und Graukas.


Seealm Hög

Serfaus


Große Fensterfronten ermöglichen einen wundervollen Blick auf See und Berge. Es ist zwar eine klassische Mittelstation, die Karte, also die Speisekarte, ist aber alles andere als klassisch. Vielmehr überrascht das Angebot mit Gerichten, die man dort zuerst einmal nicht erwartet. Der Surf-&-Turf-Salat mit Roastbeef und Garnelen ist großartig, der Apfelstrudel ist ein Flashback in die Kindheit, als ihn die Großmutter noch mit Mürbteig gemacht hat. Großartig, dass traditionelle Rezepte noch gepflegt werden. Und ganz offensichtlich hat hier auch jemand ein Händchen fürs ästhetische Anrichten.


Kammerköralm

Waidring


Mussten Skifahrer im vergangenen Jahr noch auf den „Container Blau“ ausweichen, ist der Umbau jetzt abgeschlossen und das neue Gebäude eröffnet. Entstanden ist ein gro.zügiges Selbstbedienungsrestaurant mit Bar und ausgiebigem Panoramablick in die Tiroler Bergwelt und ein erweitertes Restaurant Alpenblick mit Bedienung im Obergeschoß. Während das Panoramarestaurant Kammerkör ein gro.zügig angelegtes Selbstbedienungsrestaurant mit internationalen und schnellen Gerichten ist, wird im Alpenblick im ersten Stock serviert.



DIE BESTEN ALMHÜTTEN IM SOMMER


Olperer Hütte

Ginzling


Die Olperer Hütte im Zillertal wirbt mit dem Spruch „2389 Meter über dem Alltag“. Genau so ist es. Sie ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Neumarkt in der Oberpfalz und liegt – einen prächtigen Blick gewährend – am Riepenkar zwischen Olperer und Schlegeisspeicher. Bei den Gerichten stehen Qualität und Herkunft im Vordergrund. Die „Original Zillertaler Pressknödelsuppe“ (mit zwei Knödeln!) ist eine Zierde ihrer Art. Oder die Graukasnockerl, das Tiroler Gröstl oder die Ofenkartoffel. Großartig, alle miteinander. Wer sich mit Geistigem stärken will, fragt am besten nach der (großartigen) Meisterwurz.


Weidener Hütte

Weerberg


„Never change a winning text“. Sollte man meinen. Wäre nicht doch einiges anders. Die Verantwortung auf der Weidener Hütte haben 2019 Martha und Gerhard Baumgartner übernommen. Die beiden sind seit Juli am Werk, also haarscharf nach Redaktionsschluss. Was sie schreiben, klingt aber vielversprechend. Da ist die Rede von „einer kulinarischen Reise von den Alpen bis hin zum Himalaya“. Von „Tiroler Hausmannskost und Südtiroler Spezialitäten“. Und von „nepalesischen Speisen an ausgewählten Wochenenden“. Wir wünschen der Familie das Allerbeste, sind gespannt und freuen uns auf den nächsten Besuch.


Wurzbergalm

Längenfeld


Die Wurzbergalm in Längenfeld kennt man auch unter dem Namen Waldesruh. Nome est omen würde man sagen. Oder anders formuliert: Die Alm hat ihren Hofnamen nicht ohne Grund. Man erreicht sie über Köfels, einen Ortsteil von Umhausen. Der Anstieg ist kurz, kaum eine Dreiviertelstunde, und nur auf kurzen Strecken steil. Auf den Almflächen weiden Kühe und ein paar Ziegen. Entsprechend auch das Angebot an Stärkungen: selbst gemachtes Joghurt, Heidelbeeromelette, Speck, der am Berg reifen darf, Ramonas Apfelstrudel, sensationelle Kasspatzln und ein herzhafter Jausenteller.


Zöhreralm

Achenkirch


Die Zöhreralm bietet „nur“ kalte Platten, Jausenteller und zünftige Brotzeiten. Das „Nur“ unter Anführungszeichen, weil diese Gerichte große Klasse haben. Die Produkte dafür kommen aus der eigenen Landwirtschaft. Betrieben wird die Alm vom Posthotel in Achenkirch. Die Alm liegt auf 1335 Metern, eine einstündige Wanderung vom Posthotel entfernt und ist Ziel und Ausgangspunkt gleichermaßen. Der Blick von der Terrasse reicht weit ins Karwendelgebirge. Wer höher hinauf will, erreicht von der Alm aus den Hochunnütz und eine Handvoll anderer spannender Wanderziele rund um Achenkirch.


Juifenalm

Sellrain


Die Juifenalm ist in der Nähe von Innsbruck und bietet ein traumhaftes Panorama. Zu essen gibt es Regionales (inklusive regionaler Zutaten). Es ist eine herzhafte und solide Almkost, die hier geboten wird: Kaspressknödel, Wiener Schnitzel und imSommer, sofern sie wachsen, die Brennnesseln, der grandiose Brennnessel-Topfen- Strudel. Im Sommer weiden Kühe auf der Juifenalm, sodass immer ein gutes Angebot frischer Almprodukte verfügbar ist: frische Milch von eigenen Rindern, dazu Almbutter, Graukäse (der sich sehen lassen kann) und auch Mozzarella. Nicht gerade üblich, aber unglaublich gut.


(c) Tirol Werbung / Mallaun Ludwig


DIE BESTEN ALMHÜTTEN IM WINTER


Zirbenalm

Obergurgl


Die Zirbenalm ist eine Skihütte in Obergurgl. Entsprechend ist sie wunderbar mit dem Lift, auf Skiern oder im Sommer über eine kleine Wanderung erreichbar. Sonst hat die Zirbenalm wenig mit einer klassischen Alm gemeinsam. Vielmehr ist es ein Berggasthof, allerdings einer, der sich sehen lassen kann. Auf der Speisekarte ist viel von „Oma’s Rezepten“, von regionalen Zutaten und lokalen Bauern zu lesen. Die Gerichte hören sich jedenfalls vielversprechend an: alpiner Burger, gesottene Hauswurst, Hirtentoast und Mohnnudeln. Ach ja, hin und wieder finden Hüttenabende statt. Almfeeling und Schmankerl.


Ulmer Hütte

St. Anton am Arlberg


Die Ulmer Hütte ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Ulm. Sie liegt auf 2288 Meter Seehöhe, umgeben von den weltbekannten Wintersportorten am Arlberg. Die Alpenvereinshütte wurde 1903 erbaut, laufend erweitert und bietet heute den Komfort eines Berggasthofes. Sie liegt inmitten des Skigebietes am Arlberg direkt an der Piste und ist somit auch im Winter bestens erreichbar. Im Sommer ist sie Stützpunkt des Lechtaler Höhenweges. Die langjährigen Hüttenwirte Karin und Heimo Turin sind mit ihrem Team bekannt für ihre Gastfreundschaft und die professionelle Bewirtung der Gäste.


Kölner Haus

Serfaus


Die Ulmer Hütte ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Ulm. Sie liegt auf 2288 Meter Seehöhe, umgeben von den weltbekannten Wintersportorten am Arlberg. Die Alpenvereinshütte wurde 1903 erbaut, laufend erweitert und bietet heute den Komfort eines Berggasthofes. Sie liegt inmitten des Skigebietes am Arlberg direkt an der Piste und ist somit auch im Winter bestens erreichbar. Im Sommer ist sie Stützpunkt des Lechtaler Höhenweges. Die langjährigen Hüttenwirte Karin und Heimo Turin sind mit ihrem Team bekannt für ihre Gastfreundschaft und die professionelle Bewirtung der Gäste.


8er Alm

Fügen


Die Ulmer Hütte ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Ulm. Sie liegt auf 2288 Meter Seehöhe, umgeben von den weltbekannten Wintersportorten am Arlberg. Die Alpenvereinshütte wurde 1903 erbaut, laufend erweitert und bietet heute den Komfort eines Berggasthofes. Sie liegt inmitten des Skigebietes am Arlberg direkt an der Piste und ist somit auch im Winter bestens erreichbar. Im Sommer ist sie Stützpunkt des Lechtaler Höhenweges. Die langjährigen Hüttenwirte Karin und Heimo Turin sind mit ihrem Team bekannt für ihre Gastfreundschaft und die professionelle Bewirtung der Gäste.


Bassgeiger Alm

St. Johann in Tirol


Die Bassgeiger Alm ist eine der Almen am Kitzbüheler Horn, auf 1050 Metern. Anni und Sepp Schipflinger haben die alte Alm (immerhin hat die Hütte schon 700 Jahre auf dem Buckel) gepachtet und bieten – neben dem wunderschönen Blick auf den Wilden Kaiser und seine Umgebung – auch alpine Kulinarik vom Feinsten. Sonntags gibt es Braten. Meist Schweinsbraten. Dann noch Tiroler Gröstl (ausgezeichnet), Kasspatzn (Käsespätzle) und natürlich einen (ausgesprochen guten) Kaiserschmarren. Im Winter ist durchgehend offen, im Sommer ist montags Ruhetag. Besonderer Tipp: das Bergfrühstück (gegen Voranmeldung).


(c) Tirol Werbung / Hofmann Janine



DIE BESTEN ALMHÜTTEN MIT EIGENEN PRODUKTEN


Falbesoner Ochsenalm

Neustift im Stubaital


Kein „Foodie“ hat das Recht, sich so zu nennen, wenn er nicht zumindest ein Mal die Wanderung zur Falbesoner Ochsenalm gemacht hat. Der Aufstieg ist keine Ausrede. Er dauert anderthalb Stunden, die Alm liegt auf halbem Weg zwischen dem Hüttenparkplatz in Neustift und der neuen Regensburger Hütte. Die Alm ist Mariedl Schmids Reich. Sie serviert, was das Genießerherz begehrt: almgekästen Graukas, selbst gebackenes Brot, Speck (den besten, den man auf einer Alm bekommen kann) und den (weit über das Stubaital hinaus bekannten) Stubaier Käsestriezel. Die Alm gehört zu den Stubaier Genussbetrieben.


Auffangalm

Neustift im Stubaital


Die Auffangalm ist ein wunderbares Wanderziel. Sie liegt auf 1600 Metern, umgeben von den Gipfeln der Stubaier Alpen im Oberbergtal. Erreichbar ist sie über eine spannende Wanderung von etwa einer Stunde. Auch kulinarisch ist die Alm hochinteressant. Immer wieder gibt es kräuterkundliche Veranstaltungen, bei denen im Kräutergarten gesammelt und später gekocht wird. Brot wird auf der Auffangalm selbst gebacken, und die Küche heißt „Schlemme“. „Regional“ ist hier nicht nur ein Marketingwort. Das Fleisch kommt aus der eigenen Landwirtschaft, die Kräuter dafür aus dem Garten. Sehr zu empfehlen.


Burgeralm

Rettenschöss


Nur ein paar Meter nördlich der Burgeralm verläuft die Grenze zu Deutschland. Die Alm ist über eine familienfreundliche Wanderung von etwa anderthalb Stunden gut zu erreichen. Auch für Mountainbiker ist die Alm interessant. Neu ist die Ladestation für Elektroräder. Zur Stärkung gibt es bäuerliche Schmankerl, vor allem Speck und Wurst aus eigener Produktion. Und Käse. Bergkäse, Tilsiter, Frisch- und Kümmelkäse. Die Alm und der Hof werden von Martha und Anton Fahringer biologisch bewirtschaftet. Und nachdem es eine Schaukäserei ist, kann man dem Senn auch beim Käsen über die Schulter schauen.


Aussermelang Alm

Hall in Tirol


Zwei Dinge prägen die Außermelang Alm in der Wattener Lizum: der Wattentaler Almkäse und das Fleisch vom Tiroler Almschwein. Während man sich den Käse der kleinen Sennerei nach dem Aufstieg in den Rucksack packen kann (und auch sollte), wird das Fleisch der Almschweine über die Metzgerei Hörtnagl vermarktet. Der Käse ist im Übrigen großes Käsekino. Holzbefeuert wird der Kessel erwärmt, auf Tontafeln stehen die wichtigsten Informationen zum Käse mit Kreide geschrieben. Wo so handwerklich und gut gekäst wird, kann auch die Jause nur großartig sein. Ist sie auch. Vor allem die Almbutter.


Gampe Thaya

Sölden


Oberländer Äpfel, Oberinntaler Erdäpfel, steirisches Kernöl, Tiroler Grauvieh, Nordtiroler Gemüse. Auf der Almwirtschaft Gampe Thaya wird Kulinarik und Herkunft großgeschrieben. Das ist nicht weiter verwunderlich. Gilt das Ötztal (und damit auch Sölden) doch als Keimzelle und Hochburg der alpinen Kulinarik. Für Gäste bedeutet das, dass nur Produkte mit kristallklarer Herkunft in den Pfannen und später auf den Tellern landen. In der Regel sind das Produkte aus der Region. Unbedingt anschauen: die Käserei, unbedingt ausprobieren: den Almbrunch und keinesfalls verpassen: einen Abend mit Jakob Prantl.


Titelbild: (c) Tirol Werbung / Schwarz Jens