Essen

Gault&Millau 2020: Honig des Jahres

Die Nachrichten um das Bienensterben der vergangenen Jahre sind wohl an niemandem vorübergegangen. Doch es ist nicht nur der Schutz dieser Insekten, der so viele ÖsterreicherInnen, sogar in der Großstadt, dazu bringt, eigene Bienenstöcke im Garten oder auf dem Balkon aufzustellen. 


Imkern liegt groß im Trend. Genauso wie die Frage nach der Herkunft der Lebensmittel, die wir tagtäglich zu uns nehmen. Gerade beim Honig sollte man speziell darauf achten, denn immer wieder sind gefälschte oder gestreckte Erzeugnisse im Umlauf. Dabei ist die Besonderheit des flüssigen Nektars, dass er ein reines Naturprodukt ist. Jeder Honig schmeckt anders und weist deutliche Unterschiede in Farbe, Geruch und Konsistenz auf. Erstaunlich, wie ähnlich und doch verschieden ein und dasselbe Produkt sein kann. 


Während Waldhonig eine dunkle Färbung und ausgeprägte malzige Noten hat, zeigt sich Blütenhonig hell und blumig am Gaumen. Wer also auf der Suche nach einem standardisierten Geschmacksbild ist, wird dieses nicht finden. 


Bei unserer Verkostung gemeinsam mit der Messe Wieselburg, die im Vorfeld bereits einige Imker mit der „Goldenen Honigwabe“ ehrte, ging es aber auch gar nicht darum, Gemeinsamkeiten zu finden, sondern mit allen Sinnen die Besonderheiten dieses einzigartigen Nahrungsmittels zu erfahren. Von den 1162 eingereichten Proben haben wir die besten aus jeder Kategorie probiert und so den Gault&Millau-„Honig des Jahres“ gefunden.


Löwenzahnhonig

Bernhard Struckl

9462 Bad St. Leonhard, Twimberg 72


Der Löwenzahnhonig von Bernhard Struckl aus dem Kärntner Lavanttal wurde heuer von der Expertenjury zum „Honig des Jahres“ ausgezeichnet. Die nicht alltägliche Sorte ist ein geschmackliches Highlight: einerseits kräftig und aromatisch, aber auch gleichzeitig mild und mit einer angenehmen Bitternote. Die goldgelbe Farbe und streichzarte Konsistenz des Honigs sind ebenso ein Genuss für das Auge wie den Gaumen. Wir gratulieren sehr herzlich!