Gault&Millau Deutschland 2020: Highlights

Der österreichische Gault&Millau erscheint in diesem Herbst am 21. November. Genug Zeit also, um die Scheinwerfer auf die aktuellen Ergebnisse des Guide Gault&Millau Deutschland 2020 zu richten. Koch des Jahres ist der 36-jährige Tohru Nakamura/München, einer von fünf deutschen Küchenchefs, die erstmalig mit 19 Punkten ausgezeichnet werden. Vor sechs Jahren war er noch Entdeckung des Jahres, nun zählt er zu der Kochelite Deutschlands. Chefredakteurin Patricia Bröhm begründet die Wahl mit einer «Küche, die ein Tor zu einer neuen kulinarischen Welt öffnet». 

 

Tohru Nakamura (c) KME Studios



Ebenfalls neu in der 19-Punkte-Liga

 

Kevin Fehling („The Table“, Hamburg)

Jan Hartwig („Atelier“, München)

Michael Kempf und Joachim Gerner („Facil“, Berlin)

 

 

Die „Jungen Talente“ des Gault&Millau

 

Neben der „Entdeckung des Jahres“ werden in der neuen Ausgabe weitere 13 Newcomer als „Junges Talent“ ausgezeichnet und einem breiten Publikum vorgestellt. Sie wurden in dieser Testsaison erstmals Küchenchef.

 

 

Weitere Auszeichnungen Restaurant

 

Christian Eckhardt vom „Purs“ in Andernach bei Koblenz ist Aufsteiger des Jahres. Dustin Dankelmann vom „959“ in Heidelberg ist Entdeckung des Jahres, Marco D’Andrea vom Hotel „The Fontenay“ in Hamburg ist Pâtissier des Jahres, und Günther Jauch von der „Villa Kellermann“ in Potsdam überzeugt als Gastronom des Jahres.

 

 

Die Besten (19,5 Punkte)

 

Christian Bau („Victor's Fine Dining by Christian Bau”, Perl)

Sven Elverfeld („Aqua”, Wolfsburg)

Klaus Erfort („GästeHaus“, Saarbrücken)

Christian Jürgens („Überfahrt“, Rottach-Egern)

Torsten Michel („Schwarzwaldstube“, Baiersbronn)

Clemens Rambichler („Waldhotel Sonnora“, Dreis bei Wittlich)

Tim Raue („Tim Raue“, Berlin)

Joachim Wissler („Vendôme“, Bergisch Gladbach)

 

 

Winzer des Jahres: Mathieu Kauffmann

 

Zum 27. Mal zeichnet der Gault&Millau Weinguide die besten Winzer und Weine Deutschlands aus. Winzer des Jahres wurde der Elsässer Mathieu Kauffmann. Erstmals ist die Auszeichnung nicht mit einem Weingut verknüpft. „Mathieu Kauffmanns mutige Handschrift wird Deutschlands Weinkultur nachhaltig prägen“, ist das Gault&Millau-Team überzeugt.


Mathieu Kauffmann (c) Lucie Greiner



Höchstmarke

 

Drei Weine erhalten in diesem Jahr die Höchstnote von 100 Punkten. Chefredakteurin Britta Wiegelmann dazu: „Im Gault&Millau Weinguide 2020 sind gerade einmal 227 von 11884 verkosteten Weinen mit 95 Punkten oder mehr bewertet – weniger als zwei Prozent.“ 

 

Die 100-Punkte-Weine:

 

2018 Nackenheimer Rothenberg Riesling Wurzelecht Großes Gewächs

Weingut Kühling-Gillot, Rheinhessen

 

2017 Achkarrer Schlossberg Spätburgunder Großes Gewächs

Weingut Franz Keller, Baden

 

2018 Kiedricher Gräfenberg Riesling Trockenbeerenauslese Versteigerungswein

Weingut Robert Weil, Rheingau

 

 

75 neue Weingüter

 

75 Neubewerber schafften es ins Buch, darunter Einsteiger mit Topbewertungen von bis zu drei Trauben. Außerdem enthält der Gault&Millau 4249 Weinempfehlungen unter 10 Euro.

 

 

Der Gault&Millau Restaurantguide beschreibt und bewertet in seiner neuen Ausgabe 1019 Adressen, darunter 144 neu aufgenommene. Der Guide ist am 5. November im Münchner ZS Verlag erschienen (Restaurantguide 704 Seiten, Weinguide 1088 Seiten, jeweils 39.99 €).