Gault&Millau prämiert besten Schnaps & Fruchtsaft




So unterschiedlich kann Apfelsaft aussehen.


Apfel-Karotte überzeugt durch das schöne Orange.



Der Sieger-Schnaps.

18. Mai 2017


Obst muss nicht zwangsweise immer im Marmeladeglas, im Kuchen, auf der Torte oder im Frühstücks-Müsli landen. Um es länger haltbar zu machen, wandert es auch oft in flüssiger Form in die Flasche – als Fruchtsaft oder Schnaps zum Beispiel. Viele österreichische Produzenten haben es sich schon lange zur Aufgabe gemacht, aus den Früchten in ihrem Garten das Beste herauszuholen. Dieses Engagement und die tollen Ergebnisse würdigt Gault&Millau jedes Jahr mit den Auszeichnungen „Schnaps des Jahres“ und „Fruchtsaft des Jahres“.

 

Die Experten-Jury

Am 17. Mai 2017 war es also wieder so weit. Karl und Martina Hohenlohe luden gemeinsam mit der Messe Wieselburg (Fruchtsäfte) und der Destillata (Schnäpse) zur großen Verkostung. In der Jury: Dr. Stefan Gergely (Gastronom, Journalist), Karin Schnegdar (Journalistin), Wolfgang Schedelberger (Journalist), Karl und Martina Hohenlohe.

 

(K)ein Zuckerschlecken

Um 10 Uhr vormittags beginnt man dann doch lieber nicht damit, Edelbrände zu verkosten, also wurde mit den Fruchtsäften in unterschiedlichen Kategorien gestartet: Apfelsaft klar, Apfelsaft naturtrüb, Traube rot, Traube weiß, Apfel-Karotte und andere gemischte Säfte galt es zu bewerten und so schließlich den besten Saft herauszuschmecken.


Der Apfel-Rote Rübensaft vom Obsthof Wiesmeier aus Holzhausen konnte die Jury einstimmig überzeugen. Die süße Note des Apfels im Zusammenspiel mit der herben Süße und schönen Farbe der Roten Rübe machte die Entscheidung einfach.

 

Geist aus der Flasche

Bei den Schnäpsen dann das gleiche Spiel, ebenfalls in verschiedene Kategorien unterteilt, um die Unterschiede der einzelnen Produkte besser erkennen zu können. Dabei waren Brände aus Kernobst wie Apfel, Birne oder Quitte, aus Steinobst wie Zwetschke und Marille, Trauben-Schnäpse, aber auch Exoten wie Enzian, Vogelbeere oder Mandarine. Am Ende war es ein wirklich knappes Rennen, doch hervor kam ein durchaus würdiger Sieger.


Der Schnaps Zwetschke-Spänling der Schnapsbrennerei Spitaler aus Hippach gewann schließlich dank seines raffinierten Geschmacks, der wunderbaren Zwetschkennote, die sie sanft über den Gaumen ausbreitet.