Essen

(Ge)nüsse für jedermann

Im Ganzen im Studentenfutter, gehackt in schokoladigen Brownies oder fein gerieben in herrlich duftenden Weihnachtskeksen. Walnüsse sind Allrounder in der Küche und ein Muss für jeden gut ausgestatteten Vorratsschrank.


Die Nussfrüchte wachsen vorwiegend in subtropischen Regionen und im asiatischen Raum sowie im Süden Kanadas und Nordamerika, erfreuen sich jedoch fast überall starker Beliebtheit. Dass die Walnuss gesundheitliche Vorteile mit sich bringt, haben bereits die alten Römer entdeckt. Sie sind voller Antioxidantien und wertvoller Omega-3-Fettsäuren. Bekannt ist die Nuss vor allem bei Studenten, denn sie gilt als sogenanntes Brainfood und ist oftmals Begleiter bei Vorlesungen und Prüfungen.


Walnuss mal anders

Wussten Sie, dass man Nüsse einlegen kann? Eingelegte unreife Walnüsse werden als Schwarze Nüsse bezeichnet. Die Herstellung ist zwar keine Sache von zwei Minuten, der einzigartige Geschmack kann jedoch überzeugen. Bevor die Nüsse eingelegt werden können, muss zuerst die Gerbsäure ausgeschwemmt werden. Wird dieser Prozess ausgelassen, schmecken die Nüsse im Nachhinein bitter und sind ungenießbar.


1.     Die grünen Walnüsse gut abwaschen und anschließend mit einer Nadel unter Wasser mehrmals einstechen.

Tipp: Handschuhe schützen die Hände vor einer Verfärbung durch die Gerbsäure.


2.     Die eingestochenen Walnüsse müssen nun für zwei bis drei Wochen in kaltem Wasser liegen. Dieses am besten zwei Mal täglich auswechseln.


3.     Die Nüsse abseihen und mit kochendem Wasser übergießen. Nachdem sie abgetropft sind können sie weiterverarbeitet werden.


Ist die Gerbsäure vollends entfernt, können die unreifen Walnüsse eingekocht werden. Hierfür empfehlen wir einen kräftigen Gewürzsirup aus Orangen, Zimt, Gewürznelken und einer Vanilleschote. Der nussige Geschmack wird durch die Gewürze besonders gut unterstrichen und sorgt für ein weihnachtliches Mundgefühl. Die Delikatesse kann als Beilage zu Wildgerichten, aber auch zu Salaten, kalten Platten und Käse serviert werden.


Text: Kathrin Biffl