Gute Küche und soziales Engagement

Weitgereist, in Bolivien sesshaft geworden: Küchenchefin Kamilla Seidler hilft im bolivianischen "Gustu" jungen Menschen zu einer Chance für die Zukunft.

Sie arbeitete im „Mugaritz“ und im „Manoir aux Quatt’ Saisons“ und zog gemeinsam mit Noma-Gründer Claus Mayer das „Gustu“-Projekt in Bolivien auf: Kamilla Seidler, auch genannt die „Dänin der Anden“, wurde 2016 von San Pellegrino als beste Küchenchefin Lateinamerikas ausgezeichnet. Tatsächlich geht ihr Wirken über das bloße Kochen weit hinaus.

 

Seidler arbeitet im bolivianischen „Gustu“ gemeinsam mit bolivianischen Jugendlichen, für die das Erlernen des Kochhandwerks eine Alternative zu einer tristen Zukunft bedeutet.

 

Sie importierte Methoden der Nordic Cuisine nach Bolivien, kombiniert diese mit lokalen Zutaten und hat ein Erfolgsrezept, wie es unter anderem auch der peruanische Kochstar Virgilio Martinez benutzt. Eines von Seidlers Signature Dishes ist beispielsweise das „Lama Tatar mit Knochenmarkcreme und Hollunderkapern.“

 

Kamilla Seidler, die gerne die Welt bereist, um sich das Wissen um kulinarische Eigenheiten einzuverleiben, in einem Statement: „In Bolivien bekämpfen wir Hoffnungslosigkeit mit Delikatessen. Wir bestärken eine neue Generation von Köchen darin, auf ihre kulinarischen Traditionen stolz zu sein, und sie als nationales Symbol zu sehen.“ „Gustu“ sieht sie als Beginn, nicht als Ende, einer langen Reise.

 

http://www.gustubo.restaurantgustu.com


Text: Alexander Rabl