Im Zeichen des Edelbrandes: Destillata prämiert beste Brände

09/04/2021

Bei der 18. Internationalen Edelbrand-Meisterschaft Destillata wurden die Destillerien und Destillate des Jahres gekürt. Auch in diesem außergewöhnlichen Jahr.
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Die Prämierung der besten Edelbrenner aus dem In- und Ausland hat mittlerweile Tradition. Auch in einem herausfordernden Jahr wie diesem wurden die Profis der Brennerszene vor den Vorhang gebeten und so konnte die Prämierung bereits zum 18. Mal stattfinden. Unter normalen Umständen werden die Sieger im Rahmen einer feierlichen Gala ausgezeichnet und gebührend gefeiert. Doch die Destillata-Gala konnte auch heuer aufgrund der Corona bedingten Einschränkungen nicht stattfinden.

 

Internationale Teilnehmer


Insgesamt beteiligten sich 104 Betriebe aus sieben Nationen an der diesjährigen Edelbrand-Meisterschaft Destillata. Mit ihren Spirituosen stellten sie sich dem Kräftemessen der Aromen und versuchten, die Destillata-Fachjury von ihren Qualitäten zu überzeugen. Dabei legten die Edelbrenner wieder jede Menge Kreativität an den Tag, denn der Vielfalt an Sorten sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Von den Klassikern bis hin zum Trendprodukt Gin war alles zu finden. Österreich war mit 57 Betrieben bei der heurigen Destillata vertreten.


Im Bundesländerranking platzierte sich die Steiermark mit 70 Medaillen vor Niederösterreich mit 69 Medaillen. Der dritte Platz beim Medaillenspiegel ging an Tirol mit 63 Medaillen. Vor allem eines erfreute die Veranstalter: Auch aus Brasilien nahmen Edelbrenner teil und so ging bei der Destillata 2021 eine südamerikanische Einreichung ins Rennen und durfte sich letztlich über eine Goldmedaille freuen.





D

ie Besten der Besten


Der begehrte Titel „Edelbrenner des Jahres“ geht an die Spezialitäten-Brennerei Liebl aus Deutschland. Die Brennerei aus Bad Kötzting im Herzen des Bayrischen Waldes war heuer eine Klasse für sich und holte sich den Sieg als bester Edelbrenner des Jahres in Gold.


Auch der 

„Newcomer des Jahres“ kommt aus Deutschland. Die Schwarzwaldbrennerei Wild aus Gengenbach konnte hier die Jury eindeutig überzeugen und sichert sich zugleich den Sieg "Edelbrenner des Jahres" in Silber.


Die Bronzemedaille geht nach Österreich: Die Edelbrand- und Saftmanufaktur Semlitsch Naturprodukte aus der Steiermark darf sich über diese Auszeichnung freuen. Sie alle haben gezeigt, was man mit herausragendem Brennerhandwerk und hochqualitativen Rohprodukten alles erreichen kann.





G

enusstrends 2021


Das diesjährige Duell der Aromen hat gezeigt: Neben den klassischen Destillaten von Apfel, Birne, Marille und verschiedenster Beeren scheuen die heimischen Brenner nicht davor zurück, auch mit außergewöhnlichem Brennmaterial zu experimentieren. Die Edelbrenner setzen damit Jahr für Jahr wertvolle Akzente für die gesamte Branche.


Großer Beliebtheit erfreut sich nach wie vor der Megatrend Gin. Es gibt mittlerweile zahlreiche Bauern, die sich der Gin-Produktion widmen und damit durchaus erfolgreich beim Konsumenten sind. Doch nicht nur der Gin liegt voll im Trend. In der Bar- und Clubkultur ist insbesondere Gin-Tonic in aller Munde und längst zu einem wichtigen Teil geworden. So gab es bei der Destillata 2021 eine spannende Neuerung: Gin wurde wie bereits in den Vorjahren in seiner reinsten Form, als pure Probe, beurteilt. Zusätzlich wurde erstmals Gin-Tonic verkostet. Das Tonic Water wurde dankenswerter Weise von Fever Tree zur Verfügung gestellt.


Ein weiteres Novum der Destillata 2021 ist die Bewertung nach dem 100-Punkte-Schema. Dieses ermöglicht eine noch detailliertere Beurteilung der Spirituosen und bietet eine noch bessere Vergleichbarkeit im internationalen Wettbewerb. Orientierung bei der Suche nach den besten Spirituosen bietet der Destillata-Online Guide. Er ist unter www.destillata.at zu finden. Zusätzlich erleichtert eine Sortensuche die Auswahl und der ganz persönliche Lieblingsbrand ist schnell gefunden.



Gold für die Spezialitäten-Brennerei Liebl



Tradition, Natur, Zeit und der Drang nach etwas ganz Besonderem – nach diesem Grundsatz entstehen in der Spezialitäten-Brennerei Liebl in Bad Kötzting im Herzen des Bayerischen Waldes Destillate der Spitzenklasse. Die Grundlage für den hohen Qualitätsanspruch bildet neben der jahrelangen Erfahrung von Brennmeister und Edelbrandsommelier Gerhard Liebl das optimale Zusammenspiel zwischen traditioneller Brennkunst und innovativer Gärungstechnologie. Der Ansporn für Gerhard Liebl liegt darin, jedes Jahr die Quintessenz vollreifer Früchte als flüssige Diamanten der Destillationskunst in jedem Tropfen Edelbrand einzufangen. Das Sortiment der Spezialitäten-Brennerei ist dabei breit aufgestellt. Im Bereich der Steinobstbrände werden neben klassischen Edelbränden aus Früchten wie Zwetschke oder Marille auch Wildfrüchte wie Traubenkirsche, Vogelkirsche, Eibe oder Bergkirsche destilliert. Vor mittlerweile mehr als zwölf Jahren hat Gerhard Liebl seinen Fokus auch auf die Destillation eines eigenen Single-Malt-Whisky gelegt. Die Jury der Destillata konnte Liebl definitiv überzeugen und erhält den Titel „Edelbrenner des Jahres“ in Gold. Ebenso wurde ihm der Titel „Nationensieger des Jahres“ verliehen. Besonders hervorgestochen ist die Brennerei Liebl mit ihrem Vogelbeerbrand, der – als einziger Edelbrand – 100 Punkte erhielt.




Silber für die Schwarzwald-Brennerei Wild


Tiefe Wälder und saftige Täler. Urige Orte mit Geschichte. Hier liegt die Schwarzwald-Brennerei Wild inmitten historischer Streuobstwiesen. Seit 1855 werden in der Traditionsbrennerei in Gengenbach die Kupfer- Brennereien befeuert und Edelbrände höchster Qualität erzeugt. Um die besondere Qualität der Spirituosen erreichen zu können, wird das Obst größtenteils selbst angebaut. Einzigartig ist das historisch gewachsene Lagen-Portfolio der uralten Streuobstwiesen, welche die Grundlage für hocharomatische, charaktervolle Edelbrände bilden. Ein Paradebeispiel dafür ist der Birnenbrand „Subira“, der mit 94 Punkten Sortensieger wurde. Heute werden die besonderen Destillate der Schwarzwald-Brennerei Wild von drei jungen Brüdern hergestellt, die den Betrieb in vierter Generation führen. Umso größer ist die Freude bei der Schwarzwald- Brennerei, zusätzlich zur Silbermedaille auch in der Kategorie „Newcomer des Jahres“ gewonnen zu haben.






Bronze für Semlitsch Naturprodukte



Die Edelbrand- und Saftmanufaktur Semlitsch Naturprodukte in Klöch, einer Gemeinde im sehr innovativen Steirischen Vulkanland gelegen, blickt auf eine lange Familiengeschichte zurück. Der Traditionsbetrieb wird heute von Franz und Gertrude Semlitsch geführt. Sie haben ihn zu einer der besten Edelbrandund Saftproduktionsstätten des Landes ausgebaut. Sein Erfolgsrezept sieht Franz Semlitsch in seiner Leidenschaft für Destillate von höchster Qualität und absoluter Konzentration auf das Brennverfahren. Ebenso ist die Qualität der Rohstoffe und die schonende Verarbeitung für Semlitsch entscheidend. Das zeigt unter anderem der mit 99 Punkten bewertete Zwetschkenbrand, der zusammen mit dem Apfelbrand der Sorte Elstar den Sieg in Bronze brachte und auch den „Nationensieger des Jahres“ für Österreich.