Josef Trippolt "Koch des Jahres 2003" verstorben

Josef Trippolt

(c) Restaurant "Trippolts Zum Bären"


Josef Trippolt mit seinem Sohn - "Köche des Jahres 2003"

(c) Restaurant "Trippolts Zum Bären"

Als Autodidakt, leidenschaftlicher und ehrgeiziger Koch bekannt, verstarb der geschätzte Gastronom Josef Trippolt Senior am 15. August in seinem 70. Lebensjahr.


Beinahe wäre an ihm ein erfolgreicher Koch verloren gegangen, wenn nicht ein Zufall dafür gesorgt hätte, dass er seine Zeit in der Küche statt in der Fleischerei verbringt. Der am 8. Juli 1948 geborene Bad St. Leonharder führte erst die Fleischhauer-Tradition des Hauses fort und absolvierte die Lehre als Fleischer und Selcher in Bregenz am Bodensee. In unterschiedlichen Fleischereibetrieben sammelte er wertvolle Erfahrungen und kehrte dann in den elterlichen Gast- und Fleischerbetrieb zurück.

Gemeinsam mit Gattin Maria Johanna 1974 übernahm er die elterliche Gastwirtschaft, rasch wurden sie durch die internationalen Fisch-Buffets und hauseigenen Spezialitäten aus der Fleischerei mit ihrem Cafe-Restaurant bekannt. Nach dem Ausfall eines Kochs tauschte er Fleischhauerschürze gegen Kochjacke und erarbeitete sich sein Wissen und seine Fertigkeiten peu à peu durch Auslandsreisen, stundenlanges Studieren von Kochbüchern und Experimentieren in der eigenen Küche.

Sieben Jahren arbeitete er parallel als Fleischhauer und Koch, im Jahr 1989 erhielt er seine erst Haube von Gault&Millau, weitere erkochte er gemeinsam mit seinem Sohn. Zusammen erhielten Sie auch im Jahr 2003 die Auszeichnung "Köche des Jahres". Die pure Leidenschaft führte dazu, dass er statt des wohlverdienten Ruhestandes täglich im Restaurant und in der Küche anzutreffen war.