Juan Amador und Fritz Wieninger gemeinsam


                                                               Juan Amador & Fritz Wieninger





Juan Amador und Fritz Wieninger gemeinsam 


Juan Amadors Wiener Lokaleröffnung erfuhr im vergangenen Frühling einen in dieser Stadt noch nie gekannten Hype. Inklusive ganzseitigen Interviews und großen Ankündigungen in den großen Tageszeitungen. War dann leider nichts. Zu teuer hieß es beim Angesang auf das nie eröffnete Projekt im zweiten Bezirk. Juan Amador beschloss sich ein wenig zu erholen. Jetzt kommen die Meldungen (unter anderem auf falstaff.at) zu einer neuen Lokaleröffnung, welche schon gerüchteweise während der Salzburger Gast-Messe erörtert wurde.


Konkret geht es um ein Zusammenspiel zwischen dem Wiener Spitzenwinzer Fritz Wieninger und dem Mannheimer Starkoch, der in Deutschland als Proponent der so genannten Molekularküche berühmt wurde. Die hat er allerdings hinter sich. Amador wird mit seinem Partner Gebhard Schachermayer ans Werk gehen. Molekulares im neunzehnten Bezirk klingt ja ein wenig schwierig. Fritz Wieninger beruhigt: „Es wird eher ein Mannheim light. Es wird lockerer, wenn auch hochwertig. Menüs um 200,- soll es nicht geben.“ Die Küche würde so zusagen ent-molekularisiert, also gebe es keine 12 Komponenten auf dem Teller mehr, dafür besondere Konzentration auf die Zutaten und ihre Qualität. So lassen sich auch Kosten beim Personal sparen, ohne dass es am Teller geschmackliche Einbußen gibt.


Wo sich die Bar befindet, wird es eine Möglichkeit zur legeren Speisenaufnahme, Snacks also, geben. Dazu eine Greisslerei mit Produkten, die Amador auch im Restaurant verwendet, sowie Weine und alles, was der Kulinariker im 19. Bezirk halt so braucht. Man sei auf der Suche nach Spitzenprodukten, dabei auch mit einem Topbäcker in Wien im Gespräch, dessen Namen Wieninger einstweilen nicht nennen will. Der Betrieb soll zeitenmäßig eher großzügig angelegt sein. Am Sonntag wird dann überhaupt ab Mittag den ganzen Tag lang gekocht. Einstweilen feilt Juan Amador am neuen Konzept, die Eröffnung im März ist ja noch weit.


Es wird mehrere Menüs geben, so Verpächter Wieninger, sowie die Möglichkeit kreuz und quer zu bestellen. Alles also ganz locker, wie es die Gäste heute wollen. „Hochzeiten um 18,- pro Person werden eher selten der Fall sein“, macht Fritz Wieninger klar, der nicht nur die Rolle des Verpächters spielen will, sondern beispielsweise die Weinauswahl zu seiner persönlichen Angelegenheit gemacht hat - gut so.


Adresse:

Amadors Wirtshaus und Greisslerei
 Grinzinger Straße 86
, 1190 Wien



geplante Eröffnung: Mitte März 2016



Text: Alexander Rabl