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Keine Tomaten auf den Augen

Die Tomate ist eindeutig eines unserer Lieblingsgemüse – vor allem im Sommer, wo sie bei uns genügend Sonne bekommt und ihren vollen Geschmack entfalten kann. Ist ja auch verständlich, dass die Pflanze am besten in warmen Gebieten gedeiht. Schließlich war sie jahrtausendelang das Klima Mittel- und Südamerikas gewohnt, wo schon frühe Hochkulturen wie die Azteken die „xitomatl“ kultivierten.


Über Eroberer wie Christoph Kolumbus und Hernán Cortez kam die Tomate nach Europa. Zunächst wurde sie aber nur als Zierpflanze geschätzt. Diese ursprüngliche Tomate erinnerte nämlich stark an die höchst giftige Tollkirsche, deswegen galt sie lange Zeit als gefährlich. Es sollte auch noch eine Weile dauern, bis sich dieses Misstrauen auflöste, besonders in Nordeuropa. Als man schließlich doch begann, die Tomate in den Speiseplan aufzunehmen, wurden nämlich Todesfälle unter Adeligen mit der Frucht in Verbindung gebracht. Schuld war, wie man später herausfand, eine chemische Reaktion der Tomate mit dem Geschirr aus Hartzinn.



Die Erfolgsgeschichte der Tomate als Nahrungsmittel begann dann schließlich in Italien. „Pomodoro“, der Goldapfel, wurde sogar Teil des Nationalgerichtes Pizza. In manchen Ländern hatte die Tomate den Ruf, eine aphrodisierende Wirkung zu haben. So wurde sie in Österreich auch Paradies-Apfel genannt, woraus sich der Name Paradeiser entwickelte. Wie man das rote Früchtchen heutzutage in Österreich nennt, da scheiden sich die Geister. Welcher Namen ist bei Ihnen üblich?


Vielfalt

Tomaten sind nicht zwangsläufig rund, prall und rot. Verschiedenste Sorten in (beinahe) allen Farben des Regenbogens laden zum Durchprobieren ein. Die Sorte, die wohl auch bei Ihnen am häufigsten auf dem Teller landet, gehört zu den Stabtomaten – diese ist weltweit die Verbreitetste. Zum Eigenanbau am Balkon eignen sich Strauchtomaten und die kleineren, äußerst aromatischen Cocktailtomaten wunderbar. Die kleinsten in der Tomatenfamilie werden etwa so groß wie eine Kirsche und heißen daher Cherry-Tomaten. Gut geeignet als Snack zwischendurch! Fleischtomaten wie die „Ochsenherz“ wiederum können schwerer als 1 kg werden und fallen durch ihre gerippte Oberfläche auf. Für eine würzige Pastasauce eignen sich die Ei-förmigen Roma-Tomatensorten gut, zum Füllen wiederum die Paprikatomaten.



The Guesthouse Vienna – Alex Rathmanner

Schicke Innenstadtlokale bringen manchmal einen gewissen Stress mit sich: Bin ich elegant genug gekleidet? Passe ich hier rein? All diese Gefühle hat man in der Brasserie des Designhotels „The Guesthouse Vienna“ nicht – hier kommt man einfach an und fühlt sich wohl. Sei es bei einem stärkenden Frühstück vor dem Stadtspaziergang, beim gemütlichen Lunch nach einem Rundgang durch die gegenüberliegende Albertina oder zum eleganten Dinner nach dem Opernbesuch. Besonders schön sitzt man draußen im Gastgarten und kann neben dem fantastischen Essen das Flair der Stadt genießen.


Chef de Partie Alex Rathmanner ist seit 5 Jahren Teil des begnadeten Teams rund um Chef de Cuisine Benni Wlach und kreiert mit hochqualitativen Produkten spannende Gerichte. So auch mit dem Star des heutigen Beitrags, der Tomate: Er teilt sein Rezept für herrliche Bruschetta mit uns.


Pflaumen-Tomaten Bruschetta

Zutaten für 4 Portionen:

·       500 g Pflaumen-Tomaten

·       3 Zehen Knoblauch

·       1 Hand voll Basilikum

·       frische Kräuter nach Geschmack (Oregano, Thymian)

·       Olivenöl

·       Balsamico

·       Salz, Pfeffer

·       6-8 Stück frisches Weißbrot (Ciabatta)

·       Optional: Hartkäse wie Parmesan/Pecorino


Zubereitung:

Die Tomaten halbieren, mit Olivenöl beträufeln und für 10 Minuten im Ofen bei 160 Grad rösten. Nach Geschmack mit frischen Kräutern mischen und bei 70 Grad weitere zwei Stunden garen.


Knoblauch und Basilikum fein hacken, mit den noch warmen Tomaten und Olivenöl vermischen und mit Salz, Pfeffer und Balsamico abschmecken. Die Weißbrotscheiben in Olivenöl knusprig anbraten, dann die Tomatenmischung darauf anrichten. Zum Finalisieren Parmesan oder Pecorino darüber hobeln.


Text: Astrid Panowetz