Klimt kulinarisch










Gustav Klimt ist eine der großen prägenden Figuren der österreichischen Jahrhundertwende. Ein Jugendstil-Genie, das mit seiner eigenständigen und unverwechselbaren Kunst bis heute weltweit hoch begehrt ist.


Die Münze Österreich widmete dem Ausnahmekünstler eine ganze Serie, die nun mit dem berühmten Gemälde "Der Kuss" abgeschlossen wird. Die Kehrseite der Münze zeigt einen Ausschnitt aus dem 1902 gemalten "Bildnis Emilie Flöge", davor ein Porträt Gustav Klimts. Links unten findet man übrigens den Buchstaben "T" – jede Münze der Serie trägt einen Buchstaben, alle Münzen zusammen ergeben K-L-I-M-T.


Ein Name, der einen echten Wiener beschreibt. Was ihn dazu qualifizierte? Gustav Klimt liebte die Frauen. Das wissen wir, er hat sie zu Hauptdarstellerinnen unzähliger ornamentaler Portraits und somit zu Ikonen ihrer Zeit werden lassen. Doch Klimt liebte auch Geselligkeit und gutes Essen. Zurückhaltung war nicht seine Stärke, und wenn es ihm schmeckte, kannte er kein Maß und Ziel. Ein Lebemann, wie er im Buche steht. Alma Mahler-Werfel, selbst kein Kind von Traurigkeit, sagte über ihn: „Essen thut er wahnsinnig.“ Das bestätigten auch seine Künstlerkollegen: "Er nahm mit sichtlichem Behagen seine üppige Mahlzeit, stets zwei bis drei Portionen von jedem Gericht, und war er bei Freunden eingeladen, so wurden für Klimt immer zwei Platten mehr bereitgestellt."


Er ist also keine blasse, dekadente Kunstfigur des Fin-de-Siécle. Im Gegenteil, er ist eine kraftvolle Erscheinung im "Reformkleid", ausgedacht von seinem Lebensmenschen Emilie Flöge, ein weiter, bequemer Kittel, das nicht nur als Zitat eines Priesterkleides der Kunst huldigte, sondern auch Platz für ausschweifende Gelage bei Tisch ließ. Auf Freiheit zugeschnitten, könnte man sagen, in vielerlei Belangen.


So begann sein Tag meist mit einem Frühstück in der Meierei Tivoli nahe dem Schönbrunner Schlosspark, mit Kaffee, Gugelhupf und Schlagobers und endete besonders gerne mit einem Girardi-Rostbraten – benannt nach dem Wiener Volksschauspieler Alexander Girardi, einem Generationsgefährten Gustav Klimts – oder Kalbsbries à la Tegetthoff. Unvergessliche Zeugen der Wiener Küche, zeitlos wie der Künstler selbst.


Goldmünze "Der Kuss" Feingewicht 10g um € 484,- umsatzsteuerfrei.

Für die gesamte Serie ist eine Sammelkassette aus Holz erhältlich.