Köche über das bisher schönste Erlebnis ihrer Karriere


Peter Zinter 


Max Stiegl 


Tom Riederer 










Die Verleihung einer vierten Haube ist ein einzigartiger Moment im Leben eines Kochs. Doch manchmal können es auch die kleinen Dinge des Berufs-Alltags sein, an die man sich gerne zurückerinnert. Sei es ein Erlebnis, bei dem klar wurde, dass der Beruf des Kochs nicht nur Beruf, sondern Berufung ist, oder das euphorische Lob eines Gastes, der Tag, an dem man Küchenchef geworden ist oder vom Lehrmeister lobende Worte bekam.

 

Das bisher schönste Erlebnis seiner Kochkarriere festzumachen, ist für die meisten Haubenköche jedoch gar nicht so einfach. Max Stiegl vom Gut Purbach (Burgenland) erinnert sich an einige schöne und berührende Erlebnisse zurück, im Gedächtnis geblieben ist ihm aber vor allem ein verrückter Moment. Ich habe vor Jahren einmal bei einer Geburtstagsfeier privat gekocht und durfte als Nachtisch eine Dame mit Obst belegen. Ich habe ein paar Beeren, Minze etc. eingepackt, rechnete aber nicht damit, dass die Dekorationsfläche so groß war. Die paar Becher Beeren waren schnell leer, erzählt der Koch.

 

Peter Zinter lässt statt großer Worte lieber Bilder sprechen. Und zu diesem Foto muss er wirklich nicht mehr viel sagen. Mit seinem Küchenteam, damals noch im Restaurant Vincent in Wien, war er in absoluter Feierlaune. Das war 2011, als wir damals das erste Mal drei Hauben bekommen haben. Tolle Auszeichnung, tolle Stimmung ein Moment, der es wert ist, festgehalten zu werden.

 

Als Autodidakt ist Tom Riederer glücklich über jeden Tag, den er in der Küche stehen kann. Schließlich ist es nicht selbstverständlich, dass ein Koch, der sich das Handwerk selbst beigebracht hat, zu den Besten des Landes zählt. Jedes Gericht, das er seinen Gästen serviert, soll etwas Besonderes, Zeitloses sein und etwas, das in Erinnerung bleibt. Mehr noch, als selbst ein schönstes Erlebnis seiner Karriere anzustreben, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Gästen einzigartige Speisen zu kochen, die ihnen noch lange in Erinnerung bleiben. Denn was gibt es Schöneres, als täglich im Wirtshaus zu sein. Ein Abschlusssatz, den man so gerne stehenlassen kann.