Kolumbien: Essen, Trinken, Salsa Tanzen




© Proexport Colombia 


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Harry Sasson 


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Kolumbien ist das landschaftlich vielfältigste Land Südamerikas. Das Gleiche gilt für die ethnische Zusammensetzung seiner Bevölkerung, die sich auch in der Küche widerspiegelt. Nachdem man die gewalttätigen Auseinandersetzungen hinter sich gelassen hat, bietet sich Kolumbien als perfekte Urlaubsdestinationen für den bevorstehenden Winter an.

 

Die Karibik-Strände waren schon immer traumhaft, doch europäische Gäste blieben in der Vergangenheit dennoch vielfach aus. Schuld waren die schlimmen Schlagzeilen, in denen es immer um Entführungen, Drogenkrieg und bewaffnete Milizen ging. Dass sich Kolumbien in den letzten zehn Jahren zu einer funktionierenden Demokratie mit boomender Wirtschaft und weitgehendem sozialen Frieden entwickelt hat, ist in der heimischen Öffentlichkeit untergegangen.


Kolumbien ist ein phantastisches Reise-Land, das jede Menge Abwechslung bietet. Gerade im Winter gehört ein Besuch der historischen Küstenstadt Cartagena mit seinen Traumstränden zum Pflichtprogramm. Kulinarisch interessierte Besucher sollten jedoch auch ein paar Tage in der kühlen, auf 2.600 Metern gelegenen, Hauptstadt Bogota verbringen. Hier findet man – neben dem einzigartigen Goldmuseum – auch die spannendsten Restaurants des Landes. Ebenfalls einen Besuch wert ist Medellin, die zweitgrößte Stadt des Landes, wo es ebenfalls ein reizvolles kulturelles Angebot (der Bildhauer Botero stammt von hier) und eine lebendige Restaurant-Szene gibt. Außerdem herrscht hier das ganze Jahr hindurch ein wirklich angenehmes Klima.         

 

Kulinarische Vielfalt

 

Bis vor ein paar Jahren hat man in Kolumbien zwar sehr vielfältig, aber nicht unbedingt köstlich gekocht. Die typische Landesküche ist vor allem nahrhaft, was sich auch im Nationalgericht – Bandeja Paisa manifestiert. Hier gibt es zu Bohnen und Reis auch noch Bauchfleisch, Faschiertes, Grammeln, Chorizo, Blutwurst, Spiegelei, Kochbananen und Avocado. Mahlzeit!


Bewegt man sich in touristischen Orten, wie etwa der Altstadt von Cartagena, findet man überwiegend internationale Restaurants – von französisch und italienisch bis zu mexikanisch und chinesisch. Um typisch kolumbianische Gerichte wie Ajiaco Bogotano (Hühnersuppe mit Mais), Frijoles con Chicharó (Bohnen mit knusprigen Grammeln) oder Mondongo (Rindsuppe mit Gemüse) zu finden, muss man schon in die Außenbezirke wandern. Allgegenwärtig ist natürlich das Streetfood, das hauptsächlich aus lauwarmen, gefüllten Teigtaschen besteht. Arepas, Aborrajados und Empenadas sind die Bezeichnungen für diese sättigenden Snacks.

 

Fine Dining mit eigenen Wurzeln

 

Wie in anderen lateinamerikanischen Ländern auch, beginnen junge kolumbianische Köche ein neues Selbstbewusstsein zu entwickeln und schauen sich bei der Suche nach kulinarischen Inspirationen im eigenen Land um. Der Reichtum der Natur ist schier grenzenlos, von Dschungel über Hochland, vom kalten Wasser des Pazifiks über die warme Karibik bis zu den Süßwasserflüssen im Landesinneren, verfügt Kolumbien über eine Vielfalt an Fischen, wie kaum ein anderes Land. Auch die Vegetation ist üppig und bietet nicht nur eine Vielzahl alter Kulturpflanzen (Mais und Kartoffel stammen von hier) sondern auch jede Menge exotischer Früchte.


Inzwischen haben sich mit dem Criterión (Nr. 29) der Brüder Jorge und Mark Rausch, dem noblen Harry Sasson (Nr. 40) und dem schicken Andés Carne de Res (Nr. 49) drei kolumbianische Restaurants in der Liste der 50 Best Restaurants Latin America etablieren können. Alle drei Restaurants liegen in der kühlen Hauptstadt Bogota.