Kulinarischer Immunboost: So kommen Sie gesund durch den Winter (Teil 1)

28/01/2021

Sprossen - eine Vitaminbombe
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Gewöhnt man sich eigentlich jemals an den Winter? So schön klare, verschneite Tage sein können - die viele Dunkelheit und Kälte überwiegen leider meist, und strapazieren nicht nur den Geist, sondern fordern auch den Körper. Wer von uns kämpft nicht zumindest einmal im Jahr mit einer Schnupfennase oder anderen, meist saisonbedingten Krankheiten? Von Corona ganz zu schweigen.



Gut: wir können unserem Körper ein bisschen unter die Arme greifen und unser Immunsystem mit ein paar Tricks auf Vordermann bringen. Noch besser: Das geht mithilfe von feinen Lebensmitteln, die sich ganz easy in die normale Ernährung und den Alltag einbauen lassen. Am besten: Diese schmecken noch dazu unglaublich gut und Sie werden es genießen, Ihrem Körper etwas Gutes zu tun.



Die Möglichkeiten sind vielfältig, deswegen haben wir mehrere Beiträge zum „kulinarischen Immunboost“ in der kommenden Zeit für Sie vorbereitet! Den Anfang macht ein richtiges Energiebündel.



Sprossen - eine Nährstoffbombe


Klein, knackig und frisch – Sprossen werten im Prinzip fast jedes Gericht auf. Allein optisch machen sie ziemlich was her und verleihen je nach Sorte mit ihrer mild-nussigen bis scharfen Note auch geschmacklich den letzten Schliff. Kein Wunder, dass Sprossen auch in der Haubenküche so beliebt sind.



Und was bringen sie gesundheitlich?


Viel! Denn Sprossen sind wahre Vitaminbomben: Sprossen sind der junge Austrieb eines Samens, quasi der Anfang einer Pflanze. Der Samen beinhaltet die gesamten Nährstoffe, die eine Pflanze zum Wachsen braucht. Diese werden durch das Keimen aktiviert, und der frische Trieb enthält so all die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in geballter Form. Ein richtiger Boost für unser Immunsystem!


Wie kommt man an Sprossen? 


Sprossen können Sie ganz leicht mit wenigen Hilfsmitteln innerhalb weniger Tage selber ziehen. Das wohl frischeste Gemüse, das wirklich auf jeder Fensterbank zu jeder Jahreszeit wächst! Außerdem ist es unglaublich spannend, den Pflänzchen beim Wachsen zuzusehen.


Es gibt verschiedenste Sprossenarten, beispielsweise Brokkoli, Alfalfa, oder Mungo. Sie bekommen diese z.B. im Reformhaus. In der Regel steht auf den Packungen die genaue Vorgehensweise für diese Art.

Meist funktioniert der Prozess allerdings so, dass die Samen zunächst für einige Stunden in Wasser eingeweicht werden, und dann über mehrere Tage hinweg immer wieder gespült bzw. gegossen werden.


Das geht beispielsweise mithilfe eines Sprossenglases. Das ist ein Glas mit einem durchlöcherten Deckel, dies erleichtert das Durchspülen und die Belüftung. Genauso gut funktioniert das Ganze aber mit einem Schraubglas (wichtig: Deckel nicht ganz zuschrauben, die Sprossen brauchen Luft) und einem normalen Sieb, in dem man die Sprossen durchspült.

Es gibt aber auch spezielle „Sprossensäckchen“.


Eine einfache Version wäre, die Sprossen auf feuchtem Küchenpapier zu ziehen. Das funktioniert z.B. mit Leinsamen, die man in jedem Supermarkt erhält:


  1. 1-2 EL Leinsamen für ca. 3 Stunden in einer Schüssel mit Wasser einweichen
  2. Auf einem Teller (oder Sieb) mit Küchenpapier verteilen
  3. Für mindestens 4 Tage morgens und abends gießen bzw befeuchten (sie sollten feucht sein, aber nicht im     Wasser schwimmen)
  4. Dann können Sie im Ganzen geerntet werden



Wer Kresse mag, der kann noch ein paar Tage warten, weitergießen und schließlich nur den grünen Teil abschneiden.




Mit den Sprossen können Sie allerlei Gerichte mit einem Handgriff verfeinern: Sie können sie einfach roh als Topping und Dekoration zum Beispiel auf Brot mit Aufstrich, Risotto, Suppe, Salat, oder Eintöpfe setzen – die Möglichkeiten sind eigentlich unbegrenzt. Manche Sorten sind auch zum braten geeignet. 


Und das Beste daran: Sie bekommen einen richtigen Vitaminkick, der das Immunsystem stärkt und neue Energie verleiht!


Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren! Guten Appetit, und bleiben Sie gesund. 


Text: Astrid Panowetz