Lebensmittel-Reste neu in Szene gesetzt

07/04/2020

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Das Wegwerfen von Lebensmitteln ist ein globales Problem - etwa ein Drittel der Lebensmittel auf der ganzen Welt wird entlang der gesamten Wertschöpfungskette entsorgt. Unabhängig von Essensplanung und Einkaufslisten kann jeder seinen Beitrag dazu leisten, Ressourcen zu schonen. Großmärkte und Restaurants finden derzeit neue Wege, um die gelagerten und gekauften Produkte zu verarbeiten, damit sie nicht weggeworfen werden müssen. Jeder Haushalt kann mit ein wenig Kreativität und Umdenken auch übrig gebliebene Lebensmittel weiter verwerten. Aus diesem Grund haben wir ein paar Ideen zusammengestellt:



Zitrusfrüchte

Die Früchte müssen dafür in Bio-Qualität sein. Schalen von Zitrusfrüchten können vielseitig weiterverwertet werden. Damit eine möglichst lange Haltbarkeit gewährleistet ist, trocknet man diese entweder in Streifen oder bereits fein gehobelt. Die trockenen Zesten können dann hervorragend als Tee oder Immunboost in anderen Getränken eingesetzt werden.



Äpfel

Wer Äpfel ohne Schale verarbeitet oder isst, muss die Schalenreste nicht entsorgen. Man kann sie ganz einfach bei leicht geöffnetem Backrohr trocknen lassen und ebenfalls als Tee verwenden. Aus übrig gebliebenen Kerngehäusen und weiteren Apfelrestn lässt sich außerdem Apfelessig herstellen.



Erdäpfelschalen

Die Schale von frisch geschälten Erdäpfeln lässt sich ganz einfach zu Chips verarbeiten. Die Schalen dafür auf ein Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln und nach Belieben würzen. 



Diverse Gemüsereste

Das Grün von Karotten und Radieschen landest meist im Müll, kann aber ohne Weiteres in einen Salat geschnitten werden. Außerdem eignen sich derartige Reste auch für die Zubereitung von Smoothies, Pesto oder getrocknet als Gewürze. 


Aus Gemüse-Abschnitten aller Art kann wunderbar ein Gemüsefond angesetzt und zur weiteren Verwendung eingefroren werden.

Gemüse, das nicht mehr ganz frisch, knackig und ansehnlich ist, sollte ebenfalls nicht entsorgt werden. Klein geschnitten lässt sich daraus eine köstliche Tortilla, Quiche oder Gemüse-Curry zubereiten.



Brot

Eingetrocknetes Brot und Gebäck kann in den meisten Fällen noch einmal aufgefrischt werden (je nachdem, wie trocken es tatsächlich ist). Wenn das Brot schon durch und durch trocken ist, können Brotbrösel gerieben werden, um sie statt Semmelbrösel zum Panieren zu verwenden oder Brotcroutons schneiden und in der Pfanne anbraten. Eine weitere Alternative: Hart gewordenes Brot zu French Toast weiterverarbeiten.


Für altbackene Semmeln eignet sich die Verarbeitung zum sog. „Scheiterhaufen“, einer Mehlspeise für die Semmeln in Scheiben geschnitten und mit Eiern bzw. Milch eingeweicht werden. Danach werden die eingeweichten Scheiben in eine gefettete Auflaufform geschichtet, abwechselnd mit geriebenen Äpfeln, Zimt, Zucker und Mandeln (und ggf. Rumrosinen). Traditionell erhält der Auflauf eine Schneehaube aus geschlagenem Eiweiß und Zucker und wird im Backrohr goldgelb gebacken.



Nudeln, Reis, Erdäpfel

Kohlehydrate in ihren unterschiedlichsten Formen sind sehr wandlungsfähig. Nudeln oder Reis sind gebraten herrliche Alternativen, in Kombination mit übrig gebliebenem Gemüse, Fisch oder Fleisch. Ebenso lässt sich daraus immer ein Auflauf zubereiten (auch süße Variationen sind möglich).


In der österreichischen Hausmannskost wird etwa aus Kartoffeln, Nudeln, Zwiebeln und Speck, Wurst oder Reste von gebratenem Fleisch zur Zubereitung von „Grenadiermarsch“ verwendet. Kindheitserinnerungen wecken auch eingebrannte Erdäpfel mit Einbrenn, Essiggurkerl, Kapern und evtl. Wust. Aus übrig gebliebenen Erdäpfeln können ebenso diverse Gröstl-Arten zubereitet werden. 


Dasselbe gilt auch für Reste von Semmelknödeln.



Obst

Aus nicht mehr ganz frischem Obst kann nicht nur Marmelade hergestellt werden, sondern auch köstliche Obst-Crumbles. Die Obst-Reste werden mit einer Schicht Streusel bedeckt und im Ofen goldbraun gebacken.