Lech: Lunch in der Wintersonne



Thorsten Probiosts wunderbare Naturküche wird auch 

den Gästen auf der Terrasse des Burgvital zuteil.










Intimes kulinarisches Terrassenvergnügen: Murmeli in Oberlech











Die schönsten und die besten Restaurant-Terrassen in Lech


Gerade wurde Lech wieder zur Nummer 1 der Wintersportorte der Welt gewählt. Die Gastronomie ist in der Tat beachtlich, sie war es immer schon. Der Arlberg war dem Rest Österreichs in Bezug auf Qualität früher sogar ein ganzes Jahrzehnt voraus. Besonders schön: Hier kann man während (oder statt) des Skisports eine große Auswahl an Terrassen nutzen, wo die Verpflegung keinen Vergleich mit den Kollegen im Engadin, in Frankreich oder Südtirol scheuen muss. Wir versteigen uns sogar zu der Feststellung: Die Lecher sind nicht nur gleich gut, sondern sogar besser.



Burgvital


Hier ist es ruhig, der Lechgast, der den Laufsteg scheut, kehrt hier ein und genießt ein beeindruckendes Panorama. Wobei die eigentliche Attraktion des Hauses der Service (Fabian Mennel) und die unvergleichliche Küche von Thorsten Probost (Gault & Millau „Koch des Jahres“ 2008) ist. Er serviert auch zu Mittag sein phantastisches Beef Tatar, seine Interpretationen zum Thema Gemüse und wunderbare Kasknöpfle. Der Weinkeller des Hauses hat es in sich, er zählt zu den besten des Landes.



Burghotel


Die etwas weniger dezente Alternative zum Burgvital. Die Familie Lucian und ihre Küchenmannschaft bringen hier eine beachtliche Leistung zustande. Der aus Deutschland kommende Küchenchef erweist sich dabei als Tausendsassa. Niemand muss hungrig aufstehen, die Portionen sind überbordend. Und dann ist da der Weinkeller! Und ein bestens disponierter Sommelier, ein Oberlecher Urgerstein: Hermann Lankmaier.



Rudalpe


Der Klassiker unter den Berghütten, nur mit Skiern erreichbar. Hier wartet das Hüttenprogramm, wie es Lech würdig ist. Man speist durchwegs herzhaft und während man in die Sonne schaut, werden es der leeren Gläser am Tisch immer mehr.

rud-alpe.at



Post


The Place-to-be in Lech ist die sonnige Terrasse der Post. Küchenchef Michael Spirk zaubert bodenständige bis elegante Tagesgerichte auf die Teller. Sommelier Karl Mandl schöpft aus einem wunderbar bestückten Weinkeller. Alleine die Auswahl an Weinen von Michael Moosbrugger (Schloss Gobelsburg) ist den Besuch wert.



Murmeli


Hier sitzen die Lecher Promis inkognito. Eine Tischreservierung Monate zuvor ist obligat. Das Murmeli gilt als Geheimtipp, ist es aber selbstverständlich nicht mehr. Wunderbar die Aussicht, auf verlässlich hohem Niveau das Essen. Probieren Sie Lasagne, besser kriegen Sie sie nirgends oder die Riesengarnelen mit asiatisch gewürztem Gemüse und Nudeln. Danach: Kaiserschmarrn.



Rote Wand


Perfekt und bequem platziert auf Fellen lässt der Gast hier zwischen den Skitouren das Ambiente des Lechtals auf sich wirken. Ruhe, absolute Ruhe. Der kleine Ort Zug (knapp über hundert Einwohner) besitzt seinen eigenen unvergleichlichen Charme. Für die Verpflegung ist unter anderem die Tagesküche des gleich nebenan befindlichen und wunderschön renovierten „Schualhus“ zuständig – eine herzafte Stärkung, wie man sie in Lech oder Zug nicht überall findet.


Text: Alexander Rabl