Mit 16 scharfen Saucen um die Welt





Mit Unmengen an Chilis in einem Gericht wird oftmals gerne zu beweisen versucht, wie viel Schärfe man (vermeintlich) verträgt. In Wahrheit kommt es allerdings gar nicht darauf an, einer Speise so viel Schärfe wie möglich zu injizieren. Chili sollte einen gewissen spice verleihen, der keinesfalls den Geschmack überlagert. Die besten scharfen Saucen beinhalten das komplette Geschmacksspektrum – von salzig über süß, bis hin zu sauer, bitter und Umami.

 

Chili Öl (Asien): Die einfachste Variante aller scharfen Saucen, die in ganz Asien zu finden ist, besteht aus erhitztem Pflanzenöl, dem rote Chilis beigefügt werden. Wenn das Öl abgekühlt ist, hat es die Schärfe der Chilis angenommen und kann zum Würzen verwendet werden.

 

Sambal (Indonesien): Quasi ein Überbegriff für eine Vielzahl an indonesischen scharfen Saucen, von Sambal Oelek (in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich) bis zu Sambal Bajak (mit Zwiebeln, Cherry Tomaten, Shrimp-Paste und Kemirinuss sämig gemacht).

 

Sriracha (Thailand): Jalapenos, Knoblauch und ein bisschen Zucker – mehr Zutaten braucht es nicht für diese auf der ganzen Welt bekannten und beliebten Sauce.

 

Tabasco (Louisiana, USA): Nur, weil Tabasco zu 95% aus Wasser besteht, bedeutet das noch lange nicht, sie sei schwach. Zwar ist der Prozentanteil von Chilis wesentlich geringer als in anderen Saucen, zu spaßen ist damit aber dennoch ist. Um den ganzen Geschmack zu entfalten, muss Tabasco drei Jahre lang reifen.

 

Gochujang (Korea): Über drei Jahrhunderte schon ist Gochujang der koreanische Schlüssel, um Speisen zu schärfen, unter anderem bestehend aus fermentierten Sojabohnen und Klebreis und am besten bekannt als Topping für Bibimbap.

 

Achaar (Indien): Ein Tomaten-Relish mit einer Vielzahl an eingelegten Früchten. Gemixt mit Chilis macht es eine Art feuriges Chutney.

 

Acuka/Adschika (Türkei): In der syrischen Variante auch als Muhammara bekannt, enthält diese Sauce sowohl Aleppopfeffer, als auch einige andere wunderbar exotische Zutaten wie zum Beispiel Granatapfel-Molasse, Semmelbrösel und Walnüsse.

 

Nam Phrik (Malaysien): Übersetzt „Chili-Wasser“, besteht diese scharfe Sauce aus Bird’s Eye Chilis, Shrimp- oder Fischpaste, Knoblauch und Schalotten.

 

Harissa (Nord-Afrika): Der unverkennbare Geschmack dieser in Nord-Afrika gängigen Sauce stammt von Kreuzkümmel und Koriander.

 

Aji (Südamerika): Dank frischen grünen Chilis, Koriander und Limettensaft bekommt Aji eine schöne grüne Farbe. Die Schärfe liefern Aji Amarillo Chilis.

 

Ti-Malice (Haiti): Wer Zwiebeln liebt, für den ist diese Sauce genau das Richtige. Unmengen an Schalotten, Tomaten, Knoblauch und Scotch Bonnets liefern den unvergleichlichen Geschmack von Ti-Malice

 

Shatta (Ägypten): Rote Chilis, Olivenöl, Petersilie und Tomaten zusammengemixt, und schon hat man Shatta – quasi eine ägyptische Variante der italienischen Arrabiata.

 

Peri Peri (Portugal): eine Mischung der südamerikanischen, portugiesischen und afrikanischen Kulturen (die Zutaten wurden in der Kolonialzeit von Südamerika und Afrika nach Portugal gebracht), die als Dry Rub oder mit Essig und Zitrone als Sauce verwendet werden kann.

 

Molho de Pimenta (Brasilien): Tomaten, Chilis und ein bisschen Essig – inklusive allem, was man sonst so in Süd- und Zentralamerika findet kommen in diese Sauce. Die brasilianische Version benutzt Malagueta Chilis und ist ein beliebter Zusatz für Fejoida.

 

Shito (Ghana): Die fischige Variante der scharfen Saucen besteht aus Fischöl, getrocknetem und geriebenem Fisch, Ingwer und Chilis.

 

Zhug (Yemen): Im Yemen erfunden, aber vor allem in israelischen Gerichten verwendet, beinhaltet diese grüne Sauce viel Koriander und grüne Chilis.