Essen

Neuer Küchenwind im Fuhrmann






© Restaurant Fuhrmann






© Bernd Grega

















Mit dem 15. Mai fällt der langersehnte Startschuss in vielen österreichischen Restaurantbetrieben. Diese haben nun seit Wochen darauf gewartet, endlich wieder ihre Türen öffnen zu können, um nicht nur für das leibliche Wohl ihrer Gäste zu sorgen, sondern vor allem auch den drastischen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise den Kampf anzusagen. Bei den kursierenden Umfragen in diversen Medien, die sich mit der Gastronomie-Wiedereröffnung auseinandersetzen, scheiden sich die Geister. Ist es die Fine-Dining-Küche, die vor allem in den ersten Wochen einen enorm hohen Andrang erlebt oder freuen sich die ÖsterreicherInnen besonders auf ehrliche Hausmannskost, traditionelle Gerichte und Bodenständigkeit? 



Das 3-Haubenrestaurant Fuhrmann im 8. Wiener Gemeindebezirk ist so ein Lokal, das beiden Ansprüchen gerecht wird. Dort wird österreichische Küche seit vielen Jahren modern und zeitgemäß sowie stets auf hohem Niveau interpretiert. Langjähriger Küchenchef Sascha Hoffmann sorgte seit dem Jahr 2016 für die entsprechende Umsetzung am Teller und verlieh den Gerichten dabei seine eigene herzerfrischende und geschmacklich intensive Handschrift. Hermann Botolen als Patron und Weininstanz tut sein Übriges dazu, das Restaurant zu einem der „places to be“ zu machen.



Das Fuhrmann sperrt wieder auf und holt sich Walter Leidenfrost als Koch


Weil aber alle guten Dinge einmal enden müssen, startet mit dem 15. Mai auch eine neue Ära in der Fuhrmann’schen Küche. Mit am Boot ist dabei Walter Leidenfrost, der als neuer Küchenchef für weitere kulinarische Abenteuer und Genussmomente sorgen wird. Dieser war zuletzt an der niederösterreichisch-burgendländischen Grenze im kleinen Leithaprodersdorf tätig, wo er in der Schneiderei, einer modern-kuriosen Mischung aus Friseursalon und Gasthaus, gehörig aufmischte. Zuvor hantierte er in der Küche des Wiener Restaurants Ludwig Van in welchem er im Jahr 2018 zwei Hauben erkochte und von Gault&Millau entsprechend für seine Leistung ausgezeichnet wurde.


Bereits in unserem Köche-Portrait hat uns Leidenfrost verraten, dass er die Quarantänezeit dazu nutzte, um an neuen Gerichten und Rezepturen zu arbeiten. Wir können also gespannt sein, was er sich alles einfallen lassen hat und können es kaum erwarten, uns vor Ort selbst davon zu überzeugen. Für alle Interessierten, Schaulustigen und Fuhrmann-LiebhaberInnen gilt: am besten schon jetzt zeitnah einen Tisch reservieren.

 


Fuhrmann

Fuhrmannsgasse 9

1080 Wien

01 / 94 44 32 4

www.restaurantfuhrmann.com





Text: Franziska Ettmeier