Obauers feiern 40-jähriges Jubiläum


(c) Thomas Apolt


Gehobene Restaurants sowie Wirtshäuser haben es nicht leicht. Immer wieder ist von einem Restaurantsterben die Rede, doch ein Brüderpaar ist bereits seit vielen Jahren an der Spitze der österreichischen Kochelite. Am 1. Mai 2019 ist es bereits 40 Jahre her, dass Karl und Rudolf Obauer ein einfaches Wirtshaus in Werfen übernahmen und es zu einem der absoluten Fixpunkte der österreichischen Gourmet-Szene machten. Gault&Millau gratuliert ganz herzlich zum Jubiläum, auf dass noch viele weitere Jahre folgen werden.

 

Bereits seit 24 Jahren ist die Küche der Brüder Obauer mit vier Hauben bewertet, was die beiden zu den längstdienenden 4-Hauben-Köchen des Landes macht. Wir können uns glücklich schätzen, dass Karl einst seinen Bruder Rudolf, der eigentlich technischer Zeichner werden wollte, überredete, eine Kochausbildung zu beginnen. Nicht nur die Jahre im Ausland, in denen er lernte, wie Gastronomie und Küche funktionieren, waren prägend. Als ihm Paul Bocuses großes Werk „La Nouvelle Cuisine“ in die Hände fiel, waren Ehrgeiz und Inspiration geweckt, diese Küche in österreichischer Form, mit österreichischen Produkten in die Heimat zu bringen.

 

Im Restaurant Obauer kommt der unverfälschte Geschmack der Alpen in einer unaufgeregten Bodenständigkeit, die alles andere als banal ist, auf den Teller. Natürlich nimmt man Trends und Veränderungen wahr. Diese werden jedoch behutsam aufgenommen und angepasst. An einem berühmten und beliebten Gericht wie dem Forellenstrudel mit Champignonpüree und Veltlinersauce muss aber auch nichts mehr geändert werden.

 

Und wie sieht die Zukunft aus? Ans Aufhören denken Karl und Rudolf Obauer jedenfalls noch lange nicht. Wir werden also auch in den nächsten Jahren in den Genuss dieser wunderbar einzigartigen Küche in einem der besten Restaurants Österreichs kommen.