Openings


Heiß erwartet - die Eröffnung des neuen Noma durch René Redzepi und sein Team









Spannend:  Nenad Mlinarevics neues Lokal in Zürich



Noma, Kopenhagen

 

Natürlich das Wichtigste zuerst. René Redzepi rührt auch schon eifrig die Werbetrommel, was ja nicht nötig wäre. Der Nachfolger für das im vorigen Frühjahr geschlossene Noma – nach einem vielbesuchten Pop-Up in Mexico – wird vermutlich wieder Trendsetter in allen kulinarischen, wie gastgeberischen Ebenen und wieder eine kleine Völkerwanderung nach Kopenhagen in Gang setzen. Solange der Vorrag an Plätzen reicht. Das Restaurant wird nämlich nur an vier Tagen pro Woche offen sein. Work-Life-Balance der Angestellten ist das Motto. Die Preise werden noch einmal ordentlich hinauf geschnalzt, wobei man theoretisch öfter als einmal pro Saison (es gibt drei im Jahr: Meer, Gemüse, Herbst und Winter) nicht kommen muss. Es gibt einen Link – omaze.com – wo man gegen eine Spende für Redzepis MAD-Projekt an der Verlosung für einen Tisch am Abend der Eröffnung gewinnen kann, inklusive der Reisekosten für den Trip nach Kopenhagen.

 

www.noma.dk

 

Mil, Peru

 

In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres wird eines der gewiss besonders sensationellen Lokale Perus eröffnet und zwar von Central-Chef Virgilio Martinez und seiner Frau Pia Leon. Das Central selbst soll ja auch umziehen, bleibt aber Lima erhalten, während das neu zu eröffnende Mil in einer alten Inkaanlage in den Anden (nahe Cusco) sich mit verstärktem Fokus der Geschichte und Magie der Küche der Region hingeben wird. Weniger Technik, mehr Gefühle könnte die Prognose lauten.

 

NoMad, Los Angeles,

 

Das Wirken New Yorker Erfolgsgastronomen Daniel Humm und Will Guidara wird als Teil eines Hotels am Giannini Place in L.A. zu erleben sein, für das bereits jetzt Buchungen angenommen werden. NoMad in New York hat sich als großer Hit erwiesen. Fünf verschiedene Möglichkeiten der Stärkung (von der Bar bis zum Fine Dining im Mezzanine) sollen dem Gast die Auswahl nicht wirklich leicht machen.

 

www.thenomadhotel.com

 

Sabor, London

 

Das spanische Barrafina und sein Küchenchef Nieves Barragan waren lange Lieblinge der Londoner Foodies. Nun macht sich der Küchenchef mit einem eigenen Projekt selbständig und eröffnet im feinen Mayfair ein Lokal namens Sabor, wo es neben einer Bar rund um eine offene Küche auch Asador-Dinners im ersten Stock geben wird. Man freue sich auf Suckling Pig vom Holzkohlengrill. Mit von der Partie: der Barragina-Manager José Etura.

 

Massimo Botturas Lokal im Gucci Garden, Florence

 

Man kennt noch nicht gerade viele Details über das neue Lokal Botturas, das im Gucci Museum im Palazzo della Mercanzia in Florenz eröffnen wird. Man weiß nur, dass es eröffnen wird. Und schon in wenigen Wochen könnte es soweit sein, denn dann macht der Garden selbst auf. Und womöglich auch gleich das neue Lokal des umtriebigen Massimo Bottura.

 

Majordomo, Los Angeles

 

David Chang, einer der erfolgreichsten und bestverdienenden Köche der Welt dehnt sein Momofuku-Imperium in den Westen aus. Das Majordomo in L.A. soll in den kommenden Monaten eröffnet werden. Neben den Momofuku-Klassikern wird es viele Gerichte geben, die auf lokalen Zutaten basieren. Dass dieses Ding ein Erfolg wird, ist klar.

 

www.majordomo.la

 

Una Pizza Napoletana, New York

 

Anthony Mangiere brachte die neapolitanische Pizza nach Amerika. Sogar das Mehl importiert er selbst aus Süditalien in die Staaten. Sein Lokal in San Franzisko ist Kult. Jetzt zieht es ihn wieder nach New York, wo er vor etwas mehr als acht Jahren seinen Weg begann, und er eröffnet den pizzatechnisch verwöhnten New Yorkern ein Lokal, das sich der Welterbe-Pizza aus dem Süden Italiens verschrieben hat. Im kommenden Frühjahr wird es so weit sein. Location: Lower East Side. Ein Must für Afficionados. Guter Tipp für Reisende, die sich zwischen den Gourmet-Adressen kurzweilige Erholung gönnen wollen. Man mache sich auf Menschenschlangen vorm Lokal gefasst.

 

www.unapizza.com

 

 

Bauernschänke, Zürich

 

Kleine Sensation in Zürich: Der Schweizer Kultkoch Nenad Mlinarevic aus dem Caminada-Imperium, das er vor kurzem verlassen hat, kocht ab März gemeinsam mit Valetin Diem und Patrick Schindler in einer Beiz auf. Entgegen seiner früheren Wirkungsstätte in Bad Viznaun wird die neue Bleibe dezidiert low key, wobei das Motto „Sharing“ sich im Angebot sicher wiederfinden wird. Ein beispielhaftes Gericht, wie der neue Chef-Patron es im Interview mit den Schweizer Kollegen verriet: Lauchherzen mit Ponzu, Miso und Forellenkaviar. Es wird sich vieles um Schweizer Produkte drehen, aber auch von weiter her angereiste Zutaten sollen ihre Chance haben.



Text: Alexander Rabl