GetränkStilVeranstaltung

Österreichische Sektgala 2020

Silent Tasting, ein neuer sportlicher Sektbotschafter & ein vielversprechender Sektjahrgang

Am 22. Oktober 2020 feierte Österreich wieder den Tag des Sekts. Rechtzeitig dazu wurde auf der österreichischen Sektgala (19. Oktober 2020, Österreichische Nationalbibliothek) ein neuer Sektbotschafter inauguriert, das bisherige und aufregende Jahr 2020 Revue passieren gelassen und die Gelegenheit geboten, die hohen Qualitätsmerkmale der heimischen Sekterzeugung in den Fokus zu rücken. Mit dem 22. Oktober ist auch der Startschuss für die beginnende Sekthochsaison gesetzt. 



2020: EINE LEBENDIGE ÖSTERREICHISCHE SCHAUMWEINSZENE



© Christine Mies


Prickelnd und ganz im Zeichen der rot-weiß-roten Banderole: Die Österreichische Sektgala 2020 fand erstmals im Rahmen eines „Silent Tastings“ als individuelle Verkostung statt. Im Zuge dessen ergriff Mag. Benedikt Zacherl, stellvertretend für den Vorsitzenden des Österreichischen Sektkomitees Herbert Jagersberger, die Gelegenheit, von der positiven Marktentwicklung (Marktwachstum um ca. 35 %) zu berichten, die unter anderem auf den diesjährig erreichten Meilenstein der Abschaffung der Schaumweinsteuer – zurückzuführen ist. 


„Auch wenn es traurig ist, dass es Corona gebraucht hat, um die Marathondiskussion rund um die Steuer zu beseitigen, sind wir froh, diese nun positiv beendet zu haben.“ 


                                                                                             (Mag. Benedikt Zacherl, Schlumberger-Vorstand)


Außerdem weiterhin stark im Trend ist Rosé Sekt, bei dem die Absatzmenge verdreifacht werden konnte.

 



Chris Yorke, Geschäftsführer der ÖWM, fügt dem hinzu:




 „Sekt wird in Österreich noch immer vor allem bei Feierlichkeiten serviert, dabei sind diese prickelnden Besonderheiten grandiose Speisebegleiter – und zwar 

über das ganze Jahr hinweg. Das zu kommunizieren ist sicherlich eine unserer zukünftigen Aufgaben. Ich bin überzeugt, dass dadurch mehr und mehr Konsumenten zu unseren grandiosen Sekten greifen werden, wenn 

sie einen genussvollen Moment in ihren Alltag 

zaubern wollen."





© ÖWM_Robert Staudinger


Dem folgte ein Aufruf an alle KonsumentInnen sowie die Entscheider in Gastronomie und Handel seitens Mag. Zacherl, bei ihrem Einkauf verstärkt auf rot-weiß-rot zu achten. Österreichs Sekthersteller bieten hervorragende Produkte, die sich international auf allen Ebenen messen können. Die Sektpyramide liefert zudem eine gute Orientierungs- und Entscheidungshilfe beim Kauf. Und mit dem Griff zu heimischen Produkten bleibt die Wertschöpfung im Land erhalten, die auch Arbeitsplätze sichert.







2020: EIN VIELVERSPRECHENDER SEKTJAHRGANG


Als Sektjahrgang gibt der Jahrgang 2020 Anlass zu großen ErwartungenMichael Malat (Weingut MALAT, Mitglied Österreichisches Sektkomitee) zu Folge, ist der Aufwand in der Sektproduktion „heuer ein ganz besonderer“. Nach einem sehr trockenen Winter und Frühjahr folgte nach der Blüte endlich ausreichend Niederschlag. Die Sommermonate brachten eine gute Balance aus Sonnentagen und Niederschlägen, auch wenn der dazugekommene Hagel für besonderen Einsatz bei Ernte und Verarbeitung führte. Im Vergleich zu den sehr frühen Weinjahren der vergangenen Jahre bedingte dies eine etwas spätere Reifeentwicklung, welche eigentlich einem normalen Reifezeitpunkt entspricht. Die Verschiebung der Reife in den Zeitraum mit bereits kühleren Nächten begünstigte die Aromaeinlagerung in den Beeren sowie eine gute Balance aus ausreichend Zuckerkonzentration, höheren Säurewerten und entsprechend niedrigeren pH-Werten – ideale Voraussetzungen für einen fein, fruchtigen Sektgrundwein


Österreichweit werden dieses Jahr rund 2,3 Millionen Hektoliter Wein erwartet, etwa zehn Prozent davon werden – mit steigender Tendenz – versektet.

 



2020: EIN NEUER, SPORTLICHER SEKTBOTSCHAFTER


v. l. n. r. Benedikt Zacherl, Rainer Pariasek, Herbert Prohaska und Michael Malat                                   © Christine Mies

In einer feierlichen Zeremonie wurde auch Fußballlegende und prominenter TV-Analytiker Herbert Prohaska als neuer Botschafter für den österreichischen Sekt inauguriert. Laut Herbert Jagersberger, Vorsitzender des Österreichischen Sektkomitees, steht der „Jahrhundertfußballer“ und „Fußballer des 20. Jahrhunderts“ quasi für österreichische Tradition und Lebensart, welche auch mit kulinarischem Genuss verbunden ist. Seine Motivation, sich für den österreichischen Sekt zu engagieren, formulierte Herbert Prohaska gewohnt prägnant: 


„Österreichischer Wein und Sekt: Wovon man selbst überzeugt ist, 

dafür kann man gut Botschafter sein.“ 


Herbert Prohaska ergänzt in seiner Funktion Sektbotschafterin Maria Großbauer, Abg. z. NR und Opernballorganisatorin a. D., welche trotz Corona-bedingter Einschränkungen zahlreiche Gelegenheiten fand, um österreichischem Sekt eine Bühne zu geben und das Motto „It’s Sekt o’clock ins Leben rief. 




Text: Franziska Ettmeier
Credit Titelfoto: Christine Miess