Paris: die besten Restaurants


Restaurant 'Pierre Gagnaire'





Kulinarik auf höchstem Niveau im Restaurant 'Le Cinq'





Das Restaurant 'Guy Savoy' im Hôtel de la Monnaie





Alain Passard konzentriert sich auf Gemüse 





Im Restaurant 'L'Astrance' sorgt Pascal Barbot für kulinarische Highlights 





Das 'L'Ami Jean' ist eines der Lieblingsbistros der Pariser





Im Restaurant 'Septime' sind die Tische sehr begehrt und schwer zu bekommen 










Entspannt & elegant – die besten Tipps für die nächste Paris-Reise


Wir haben mit unseren Kollegen in Paris die interessantesten Neueröffnungen und bewährten Klassiker für Sie getestet. Hier das Ergebnis: die fünf besten Haubenrestaurants plus die fünf besten Bistros.



GEHOBEN


* Pierre Gagnaire

Rue Balzac, 75008 Paris, Tel.: +33 1 58 36 12 50

www.pierre-gagnaire.com


Der Urvater der französischen Avantgarde – er praktiziert seit vielen Jahren erfolgreich seine beeindruckende Interpretation der französischen Klassik, Experimente finden bei ihm weniger in der Technik, als viel mehr in den Aromenverbindungen statt. Ich werde nie sein Rote-Rüben-Himbeer-Dessert in sieben Gängen vergessen. Große Klasse.


* Le Cinq

Im Hôtel George V, 75008 Paris, Tel.: +33 1 49 52 71 54

www.restaurant-lecinq.com


Ein Klassiker in der Pariser Restaurant-Szene, seit Jahren an der Spitze der Bewertungen. Verantwortlich dafür ist seit Oktober 2014 Chef Christian Le Squer, der uns Bissen für Bissen daran erinnert, warum Frankreich den Titel der kulinarischen Grand Nation mehr als verdient. Große Oper, majestätisches Ambiente, im Keller lagern 50.000 Weine. Erwartungsgemäß gehobebens Preisniveau: Mittagsmenü vier Gänge € 145, sechs Gänge € 210,-.


* Guy Savoy

Im Hôtel de la Monnaie, 11 Quai de Conti, 75006 Paris, Tel.: +33 1 43 80 40 61

www.guysavoy.com


Gelernt hat er bei den Brüdern Troisgros in Roanne, dann zog es ihn nach New York, später kehrte er nach Paris zurück, wo er seit 1980 diese Lokalegende eröffnete. Bei seinen Kreationen besinnt er sich immer auf seine Wurzeln, er vereint Kindheitserinnerungen und einfache Zutaten dank extrem präziser Ausführung und schier unerschöpflichen Ideen zu einem einzigarten Erlebnis. Depandance in Las Vegas.


* L'Arpège

84 Rue de Varenne, 75007 Paris, Tel.: +33 1 47 05 09 06

www.alain-passard.com


Manche haben Alain Passard für verrückt erklärt, als er vor einigen Jahren verlauten ließ, er konzentriere sich ab nun auf Gemüse, das er selbst auf seinem Bio-Bauernhof außerhalb von Paris anbaut. Heute gilt er zurecht als Visionär und Pionier, viele haben ihn als bestes Beispiel für ihre Stilistik zitiert – von Magnus Nielsen in Schweden bis zu Mauro Colagreco in Südfrankreich. Ein absolutes Must taste.


* L'Astrance

4, rue Beethoven, 75016 Paris, Tel.: +33 1 40 50 84 40

www.astrancerestaurant.com


Pascal Barbot lernte bei Alain Passard im L'Arpege, bereiste den Südpazifik als Koch der französischen Navy, strandete 1998 in Sydney (Ampersand Restaurant), um 2000 mit dem L'Astrance im Schatten des Eiffelturms durchzustarten. Seine Spezialität ist das Weglassen – nicht nur das Ambiente des Restaurants ist reduziert, auch Butter und Obers wird man in seinen Kreationen vergeblich suchen. Dafür aber ein Maximum an Geschmack finden.


* David Toutain

29 Rue Surcouf, 75007 Paris, Tel.: +33 1 45 50 11 10

http://davidtoutain.com


Wir finden ihn großartig, er ist noch ziemlich jung, fährt seine eigene Linie, die höchst kreativ und zugleich sehr unterhaltsam ist. Ausgebildet wurde er bei den ganz Großen – u. a. Alain Passard (L'Arpege) und Andoni Luis Aduriz (Mugaritz, Baskenland). Mit seinem ersten Restaurant "Agapé Substance" feierte er schon große Erfolge, heute wirkt seine Küche noch individueller und zeigt Souveränität. Und das um € 80,- für 10 Gänge (carte blanche).




GEMÜTLICH


* A Noste

6 bis rue du 4 Septembre, 75002 Paris, Tel.: +33 1 47 03 91 91

www.a-noste.com


Bereits nach einer Woche nach der Eröffnung 2014 war Feuer unter dem Dach, Julien Duboué und sein baskisches Restaurant waren und sind auch heute noch der Hotspot der Pariser Foodies. Im Erdgeschoß gibt es einen Indoor-Foodtruck mit Sandwiches (auch zum Mitnehmen) sowie Tapas wie geräucherte Polentasticks mit Ente, BBQ Huhn und Schweinerippchen. Im ersten Stock bekommt man ein sechsgängiges Menü serviert.


* Caillebotte

Rue Hippolyte Lebas, 75009 Paris, Tel.: +33 1 53 20 88 70


Was unterscheidet dieses Bistro von den vielen anderen? Skandinavische Möbel, die Marmorbar, eine coole Playlist und die Küche von Franck Baranger, die ein Repertoire von Jakobschmuschel mit Kaffeemarinade über Hecht mit Rote-Rüben-Ketchup bis zu Kalbsravioli und Hasenschulter präsentiert. Das Ganze ist von erfreulicher Qualität und kostet mittags nur € 20,- (Tagesgericht mit Vorspeise und Dessert).


* L'Ami Jean

27 Rue Malar, 75007 Paris

http://lamijean.fr


2002 übernahm Stéphane Jégo diese baskische Instutition nahe des Eiffelturms und machte daraus eines der Lieblinsbistros der Pariser. Es ist heiß, es ist laut, es ist viel los – und mittendrin serviert Jégo eine rustikale Wohlfühlküche wie Parmesan-Speck-Suppe, die in einen Teller mit zimtgebratener Gänseleber gegossen wird, sautierte Babytintenfische mit Ratatouille, Kalbskotelettes mit kleinen, geschmorten Zwiebeln und breiten Bohnen. Gute Weinkarte. Das Taxi spart man sich danach besser, ein paar Schritte zu Fuß sind dringend angebracht.


* Septime

80 Rue de Charonne, 75011 Paris, Tel.: +33 1 47 05 86 89

www.septime-charonne.fr


Einer der heißesten Tische der Stadt, sehr begehrt und schwer zu bekommen, und das seit der Eröffnung vor fünf Jahren. Das Konzept ist simpel: Zutaten mit Stammbaum, cooles Farmhouse-Interieur, Jimmi Hendrix im Stereo und auf den Nebentischen sitzen entweder Geschäftsleute, schöne Pariserinnen und/oder weltreisende Feinschmecker. Es ist offensichtlich, dass Bertrand Grebaut hat bei Alain Passard gelernt hat und das ganze in Bistro-Avantgarde übersetzt hat: saftiges Milchkalb mit salzigen Forelleneiern, eine reichhaltige Bouillon mit Sauerrampfer und zarte gebratene Tintenfische in pfeffrigem Öl. Mittleres Preisniveau (Mittags: Vorspeise, Tagesteller und Dessert € 28,-; Abend: carte blanche 5 Gänge € 55,-)


* Botanique Restaurant

71 Rue de la Folie Méricourt, 75011 Paris, Tel.: +33 1 47 00 27 80

www.botaniquerestaurant.com


Sugio Yamaguchi konzentriert sich auf Kräuter und Gemüse, gibt sich aber beim Einsatz von Fleisch und Geflügel ziemlich flexitarisch. Das scheinen die Pariser zu mögen, denn dieses neue Bistro gehört zu ihren Lieblingslokalen des Augenblicks. Im Erdgeschoß bekommt man Gourmet-Tapas und sehr gute Weine, einen Stock höher regiert die Bistronomie mit einem Degustationsmenü. Man darf hohe Erwartungen setzen: knusprige Kohlsprossenblätter mit Chili, die beste Fischsuppe ever mit Jakobsmuscheln, Austern und Herzmuscheln samt Shitaktepilzen, Kohl und Rüben in einer dichten Suppe und schließlich das Black Angus Steak mit Kerbelwurzeln und einem idealtypischen Erdäpfelgratin.