Essen

Polz, Posch & Co.: Was sich in der Steiermark ändert

Auf den Straßen und in den Restaurants Österreichs herrscht gerade eine noch nie dagewesene Stille. Die Corona-Krise mit ihren Ausgangsbeschränkungen und vorübergehenden Schließungen zahlreicher Geschäfte hat das Land immer noch voll im Griff. In der Gastronomie ist es trotzdem nicht leise. Neben den Online-Kochshows zahlreicher Küchenstars wie Max Stiegl, Toni Mörwald oder den Obauers, sorgt auch die Südsteiermark für kulinarische Meldungen. Das Bundesland macht durch einige Übernahmen und Köche-Rochaden von sich reden.

 

Die aktuellsten Nachrichten betreffen eines der größten und bekanntesten Weingüter der Gegend: das Weingut Polz. Denn dort gibt es nun einen neuen Eigentümer, den Wiener Immobilieninvestor Thomas Levenitschnig, der nicht nur das Weingut, sondern auch den dazugehörigen Buschenschank, das Gut Pössnitzberg mit Hotel sowie die Vinofaktur in Vogau erworben hat und dabei ebenso als Geschäftsführer auftreten wird.


Neue Zeiten für Erich, Christoph und Walter Polz.

Foto: (c) Anni Putz

 

Für Liebhaber der Polz’schen Weine wird sich allerdings nichts ändern, denn für die Weinproduktion zeichnet sich nach wie vor die Familie Polz, genauer gesagt Sohn Christoph, verantwortlich, während sich Walter und Renate Polz um die Vinofaktur und deren Ausbau kümmern. Einzig das Gut Pössnitzberg samt Hotel wird vollständig an Levenitschnig abgegeben.

 

Posch geht nach Ehrenhausen

Eine Umstellung hat auch eines aufstrebendsten Talente der Steiermark vor sich. Im Restaurant ESSENZZ im Stainzerhof erkochte sich Alexander Posch aktuell drei Hauben, doch nun zieht er sich von dort gänzlich zurück, um die kulinarische Leitung im VINEA in Ehrenhausen zu übernehmen. Das Restaurant inklusive Weinbar und Vinothek gibt es bereits seit vergangenem Juni und ist das gemeinsame Projekt von Posch und seinem Geschäftspartner Bernhard Langer.


Alexander Posch wird sein eigener Chef.

Foto: (c) Heldentheater

 

„Durch den überraschenden Wechsel der Besitzverhältnisse war leider auch die Zukunft der Gastronomie mit Wirtshaus und Gourmetrestaurant ungewiss. Hier in der VINEA sind wir selbst die Chefs und wir können weiterhin höchste Qualität in der Kulinarik garantieren“, erklärt der Haubenkoch seinen Wechsel. Die Küchenlinie des VINEA soll weiterhin mediterran ausgerichtet bleiben.

 

Fliegender Wechsel

Zwei Rochaden, über die Gault&Millau bereits berichtete, die aber der Vollständigkeit halber dennoch in diesen Bericht einfließen müssen:

 

Seit Anfang März führen Tom Riederer und Harald Irka den Pfarrhof St. Andrä im Doppelpack. Bis Ende 2019 kochte sich Irka in der Saziani Stubn zum Erfolg, jetzt hat er allerdings ein neues Kapitel aufgeschlagen. Die ganze Geschichte lesen Sie HIER.


Harald Irka und Tom Riederer haben sich zusammengetan. 

Foto: (c) Marion Luttenberger

 

Das Kleine Wirtshaus an der Südsteirischen Weinstraße, das einst Herta und Werner Schramm führten, darf sich über einen neuen, in der Gastronomie nicht unbekannten Eigentümer freuen. Joachim Gradwohl steht wieder für seine Gäste hinter dem Herd und tischt frisch zubereitete und wechselnde Gerichte mit saisonalen Zutaten und zeitgenössischer Interpretation auf.

 

https://www.polz.co.at/

https://www.facebook.com/VineaRestaurant

https://tomr.at/cms/

https://www.lilliundjojo.at/de/das-kleine-wirtshaus.html