Pommes Frites von Sergio Herman


So sieht das aus, wenn sich ein Topchef dem The-

ma Pommes Frites annimmt.


Frites vom Besten gibt’s im Frites Atelier Amsterdam


Wenn sich Spitzenköche populärem Essen annehmen, kann davon nur jeder profitieren. Die Köche selbst, weil sie endlich gescheites Geld verdienen, was mit einem Oberklasse-Restaurant dank galoppierender Personal- und Produktkosten bekanntlich immer weniger möglich ist. Und das Publikum, das statt Trash endlich Qualität und Geschmack bekommt. Ein Paradebeispiel dafür ist das neue Frites Atelier Amsterdam, an dem Sergio Herman beteiligt ist.


Sergio Herman, dessen „Oud Sluis“ in Holland zu den ersten Restaurants gehörte, die vom Gault&Millau mit fünf Hauben und 20 von 20 Punkten ausgezeichnet wurden, machte danach Pause und kurze Zeit später mit dem fashionablen (und deutlich günstigeren) „The Jane“ in Antwerpen von sich reden. Die Idee, sich einmal abseits der High-End-Küche einem populären Thema wie Pommes Frites zu widmen, mag ihn schon lange fasziniert haben. Pommes Frites gehören in Belgien zu den kulinarischen Heiligtümern. Auch die Holländer mögen die Kombination von frittierten Erdäpfelstiften mit Ketchup, Mayonnaise und anderen Saucen recht gerne.


Das Ambiente des Ateliers in Amsterdam hat mit einer gewöhnlichen belgischen Fritten-Bude, wie sie zum Beispiel die deutsche Kanzlerin in Brüssel gerne zwischen den EU-Meetings frequentiert, wenig zu tun. Im Atelier herrschen Marmor, Brasserie-Flair und blank polierte Bronze-Elemente. Die Saucen zu den Frites (Erdäpfel kommen aus Zeeland) sind ohne künstliche Geschmacksverstärker. Weitere Ateliers in Den Haag und anderswo befinden sich in Planung. Gute und nachahmenswerte Idee.


www.fritesatelieramsterdam.com


Text: Alexander Rabl