Pop-Up-Bar mit Campari


Vorbild italienischer Barkultur: Camparino in Mailand



Das "Zum Schwarzen Kameel" eröffnet den Wienern eine Bar nach dem Vorbild des Camparino in Mailand.


Die Vorfreude unter Afficionados italienischer Apero-Kultur ist groß. Denn die Nachricht könnt kaum besser sein: Peter Friese, Patron des Schwarzen Kameel, wird in Kürze in unmittelbarer Nachbarschaft des Kameels ein Pop Up einer Campari-Bar eröffnen. Der Raum, nicht viel größer als eine begehbare Garderobe, erhält gerade den letzten architektonischen Schliff. Am Montag, 25. April um Punkt 12 Uhr soll es losgehen.


Frieses Vorbild ist das Camparino in Mailand, die Barlegende in der nicht minder berühmten Galleria Vittoria Emanuele. Das Camparino, gleich neben der Mailänder Kathedrale, ist selbst eine Art von Kathedrale der Barkultur. Die allerdings nicht nur im Vergleich zum Kirchengebäude winzige Bar wurde 1915 eröffnet. Wer einmal dort in schlichtem, aber stylischem Ambiente Campari-Soda getrunken hat, wundert sich, warum er so gut schmeckt wie nirgendwo sonst.


„Es ist unter anderem auch eine Frage des richtigen Sodas,“ sagt Peter Friese in einem kurzen Gespräch, der zugibt, dass er gerade eine Menge über italienische Barkultur lernt. Die Geräte, die es braucht, um einen High-End-Campari-Soda nach Mailänder Vorbild zuzubereiten, befinden sich bereits in Wien.


Die Pop-Up-Bar wird es dann etwa vierzig Tage bis Mitte Juni geben. Was danach passiert, das weiß Peter Friese und einstweilen sonst niemand.


Text: Alexander Rabl