Schaumwein - Die feinen Unterschiede




Sei es zu Weihnachten, Silvester, Geburtstagen oder anderen Gelegenheiten, mit Familie und Freunden zusammenzukommen und zu feiern. Eines verbindet all diese Anlässe, die Korken knallen zu lassen: der Schaumwein, mit dem auf der ganzen Welt noch immer am liebsten auf besondere Momente angestoßen wird.

 

Dabei ist Schaumwein nicht gleich Schaumwein. Dass sich nicht jedes sprudelnde Getränk Champagner nennen darf, ist mittlerweile den meisten bewusst. Nur Produkten, die im östlich von Paris gelegenen Anbaugebiet Champagne erzeugt werden, ist es erlaubt, diese Bezeichnung zu tragen.

 

Wann ist Sekt ein Sekt?

Doch auch sonst sind die Unterschiede der verschiedenen Abfüllungen genau definiert. So gelten auch strenge Regeln, welche Erzeugnisse unter den Begriff „Sekt“ fallen, der eigentlich ausschließlich für Qualitätsschaum steht. So darf hier die Kohlensäure nicht im Tank zugesetzt werden, sondern muss natürlich bei der zweiten Gärung entstehen. Zusätzlich ist ein Mindestalkoholgehalt von 10 Prozent und eine Mindestlagerzeit vorgeschrieben.

 

Das hebt den Sekt auch von den vielen Prosecco-Arten ab, die oft nur einen Kohlensäuredruck von 1 bis 2,5 bar aufweisen. Dann zählen sie allerdings schon nicht mehr zu den Schaum-, sondern zu den Perlweinen und bekommen den Beinamen „Frizzante“. Wie auch beim Champagner ist Prosecco eine Herkunftsbezeichnung mit genau festgelegtem Anbaugebiet, Herstellungs- und Abfüllort geworden (fünf Provinzen der Region Veneto und vier Provinzen der Region Julisch Venetien).


Trends

Auch beim Sekt gewinnt die Regionalität zunehmend an Bedeutung und Konsumenten greifen eher zu einem österreichischen Produkt. Die Vielfalt an exzellentem österreichischem Schaumwein ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Die breite Palette erstreckt sich über verschiedene Jahrgänge, Rebsorten und Lagensekten. Neben dem Rosé Sekt erfreut sich ein weiterer neuer Trend immer größerer Beliebtheit: Pet Nat – kurz für Pétillant naturel. Dabei handelt es sich um einen Schaumwein ohne zweiter Gärung. Das Prickeln entwickelt sich erst nach der Abfüllung unter einem Kronkorken.

 

Sekt des Jahres

Zu empfehlen ist auch der Gault&Millau Sekt des Jahres 2017: Blanc de Blancs Schloss Gobelsburg NV. Ein Cuvée, dessen Trauben aus dem Jahr 2012 stammen. Es sind Grüner Veltliner, Chardonnay und Welschriesling. Der Chardonnay reifte für sechs Monate im 600 Liter Eichenfass, die beiden anderen Sorten wurden klassisch im Edelstahltank ausgebaut. 2013 wurde der Grundwein für die zweite Gärung in Flaschen abgefüllt und nach zweieinhalb Jahren Reifung degorgiert.