Essen

Sicher genießen: Neue Regelungen in der Gastro

Einen kleinen Einblick in eine Welt ohne Restaurants, Cafés und Bars hat uns die Coronakrise bereits geliefert, und das hat uns gar nicht gefallen. Wir freuen uns also, dass wir uns wieder in unseren liebsten Lokalen verwöhnen lassen können – wenn auch unter speziellen Auflagen, die jetzt wieder etwas strenger werden. Selbstverständlich wäre es ohne diese netter, aber sie sind schließlich zu unserem Schutz da und deswegen nehmen wir das gerne hin.


Auch wenn es zugegebenermaßen mittlerweile nicht mehr so leicht ist, den Durchblick zu haben, welche Maßnahme gerade wo gilt.


Hier eine kleine Zusammenfassung:

-       Sie müssen überall im Restaurant, abgesehen vom eigenen Tisch, einen MNS tragen (Eintreten, auf die Toilette gehen, Verlassen)


-       Speisen und Getränke dürfen Sie nur im Sitzen am Konsumationsplatz einnehmen


-       Ihre Gruppe am Tisch darf maximal 10 Personen umfassen (zuzüglich Kinder)


-       Sperrstunde ist prinzipiell 1:00 Uhr, auch bei privaten Feiern in angemieteten Lokalen. In Vorarlberg, Tirol und Salzburg wurde diese aber auf 22:00 Uhr vorverlegt (vorläufig für 3 Wochen).


-       Das Personal muss bei Kundenkontakt einen MNS tragen


Contact Tracing und Gästeregistrierung

Um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können, besteht seit Montag, 28. September 2020, in den Gastronomiebetrieben Wiens die verpflichtende Gästeregistrierung. Dies erleichtert bei Verdachtsfällen das sogenannte Contact Tracing. Die Gäste geben bei einem Lokalbesuch eine Kontaktmöglichkeit wie Telefonnummer und E-Mail-Adresse an.


Die Registrierung kann in Papierform erfolgen. Hierfür gibt es auf der Website der Stadt Wien Formularvorlagen. https://coronavirus.wien.gv.at/site/wirtschaft/.

Dstrikt Steakhouse im The Ritz-Carlton Vienna

Das Ringstraßenhotel „The Ritz-Carlton Vienna“ nutzt beispielsweise diese Methode:
„Unter strengster Einhaltung des Datenschutzes erfolgt die Registrierung in unseren Restaurants in schriftlicher Form, die ausgefüllten Formulare werden wie vorgeschrieben für vier Wochen – uneinsehbar – verwahrt und anschließend vernichtet. Unsere Gäste zeigen größtes Verständnis für die notwendigen Maßnahmen – und wir erhalten immer wieder positives Feedback zur Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen und Hygienestandards in unserem Haus," erklärt uns General Manager des The Ritz-Carlton Vienna Jürgen Ammerstorfer auf Nachfrage.

Die andere, modernere Lösung ist – selbstverständlich – digital. Es gibt mittlerweile einige Softwares und Apps, beispielsweise das der Figlmüller Group und DIAMIR Holding entwickelte Online-Tool „Gast-Checkin“. Die Gäste scannen mit ihrem Smartphone einen QR-Code im Restaurant und füllen das erscheinende Online-Formular aus. Uhrzeit etc. werden automatisch erfasst und die Daten nach dem festgelegten Zeitraum von 28 Tagen gelöscht. Das System wurde nun erfolgreich 2 Wochen in den Figlmüller-Restaurants getestet und steht allen GastronomInnen zu einem fairen Betrag von 29 Euro im Monat zur Verfügung. Es zeichnet sich vor allem durch die Schnelligkeit und Sicherheit aus.



Dass hier Stimmen laut werden und besorgt: „Aber meine Daten!“ schreien, war vorhersehbar. Und natürlich sollte man generell aufpassen, aber ganz ehrlich: Wer hat denn nicht heutzutage eine Jö-Karte, überlegt beim Pizza-Bestellen dreimal über die Angabe seiner Anschrift oder gibt gerne für Gewinnspiele seine Mail-Adresse her? Vielleicht wäre das ja DIE Idee, um die Skeptischen ins Boot zu holen und Falschangaben zu vermeiden: Verlosungen von Restaurantgutscheinen unter den BesucherInnen. Wäre ja mal eine Überlegung wert…

 

 Text: Astrid Panowetz