Silvester - Rituale und Bräuche aller Welt

29/12/2020

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Raclette, Bleigießen und “Dinner for One“ – in Österreich gehören diese Rituale und Bräuche einfach zu einem gelungenen Jahreswechsel. Bräuche gibt es nicht nur bei uns, sondern rund um den Globus. Aberglaube und Glück spielen hierbei oft eine große Rolle.



Weintrauben und Hülsenfrüchte statt Glücksfische


In Spanien darf man sich zu Mitternacht etwas für das kommende Jahr wünschen, allerdings nur, wenn man zu jedem Glockenschlag eine Weintraube gegessen hat. Die Glücksweintrauben stehen für die zwölf Monate und prophezeien ein gelungenes Jahr.


Im Land der Pasta und Pizza verzichtet man auf Weintrauben, stattdessen schwört man auf Hülsenfrüchte. Kaum hat das neue Jahr begonnen schmaust man Linsen in den verschiedensten Formen, denn diese versprechen Geldsegen und Reichtum.



Auf der Suche nach der Münze


In Griechenland verspeist man zu Neujahr Basiliusbrot vom Bäcker. Dabei begibt man sich auf die Suche nach einer Münze, welche in dem Gebäck verborgen ist. Das Geldstück verspricht seinem Finder einen Geldsegen für das neue Jahr.


Auch außerhalb Europas wird der Jahreswechsel gefeiert. Ein besonders schöner Brauch stammt aus Brasilien. Kurz vor Mitternacht werden Blumen ins Meer geworfen und mit ihnen Wünsche für das kommende Jahr. Werden die Blüten auf das Meer hinausgetragen, so geht der Wunsch auch in Erfüllung. Wenn sie allerdings wieder an Land gespült werden, so wird der Wunsch verweigert.



Neujahr im Februar


Im größten Teil Asiens feiert man den Jahreswechsel nicht am 31. Dezember, sondern orientiert sich am Mondkalender. In China beispielsweise signalisiert der zweite Neumond nach der Wintersonnenwende den Beginn eines neuen Jahres. Dieser erscheint meist zwischen Ende Januar und Mitte Februar auf dem Nachthimmel.


Doch nicht nur das Datum, sondern auch die Rituale und Bräuche variieren. Dann in Asien gehen eine Hand voller Vorbereitungen mit dem Wechsel in ein neues Jahr einher. Eine Reinigung des Hauses, sowie das Kochen von süßem Reis soll die Götter positiv stimmen. Auch rote Laternen werden aufgehängt. Ein traditionelles Festmahl in den Kreisen der Familie rundet den Abend ab.