So erkennen Sie die häufigsten Wein-Mängel









Manche Aromen, die im ersten Moment vielleicht recht ungewöhnlich schmecken, können einem Wein das gewisse Extra verleihen. Jedoch kommt es dabei auf die richtige Intensität an. Einige Aromen sind jedoch ein sicheres Zeichen dafür, dass der Wein nicht mehr genießbar ist. Auf diese sechs Punkte sollten Sie achten.

 

Korkgeschmack

Einer der häufigsten Gründe, warum ein Wein verdorben ist, ist der Korkgeschmack. Wenn der Korken von schlechter Qualität ist, kann dieser schimmeln und TCA (Trichloranisol) freisetzen – der Wein schmeckt dann nach feuchter Zeitung oder nassem Hund. Wer dieses Risiko nicht eingehen will, sollte lieber eine Flasche mit Schraubverschluss bestellen.

 

Schwefel

Um den Wein zu konservieren, fügen Winzer ihren Produkten manchmal Schwefeldioxid bei. Wird hierbei die falsche Menge verwendet, kann der Wein nach verbranntem Gummi oder Streichhölzern riechen. Bei der Gärung entsteht auch oftmals Schwefelwasserstoff, der den unangenehmen Geruch von faulen Eiern verursacht. Dies ist allerdings nicht sofort ein Grund, den Wein zurückzuschicken oder wegzuwerfen. Am besten dekantieren Sie den Wein zuerst, der Geruch kann sich noch verflüchtigen.

 

Überhitzung, „Kochton“

Ist der Korken ein wenig aus der Flasche herausgedrückt, war der Wein darin vermutlich überhitzt und hat sich ausgedehnt. Der Wein schmeckt dann weniger intensiv und hat diesen gewissen „Kochton“. Bei manchen Weinen (vor allem mit hohem Alkoholgehalt) wird diese Note sogar absichtlich erzielt. Um bei ihrem Pinot Noir oder Bordeaux eine Überhitzung vorzubeugen, lassen Sie die Flasche nicht an heißen Orten stehen oder kühlen Sie den Wein unbedingt über Nacht ab.

 

Oxidation

Der Oxidationsprozess ist wichtig für die richtige Reifung eines Wein. Kommt dieser allerdings zu früh mit Sauerstoff in Berührung, verfärbt sich der Wein ins Bräunliche und kann einen nussigen Nachgeschmack bekommen. Wenn dies passiert, ist der Wein verdorben. Um dieses Problem vorzubeugen, lagern Sie den Wein zuhause seitlich.

 

Flüchtige Säuren

Unreine Weine können gewisse Bakterien erzeugen, die den Geschmack von Essigsäure verursachen, was als flüchtige Säure bezeichnet wird. In der richtigen Menge können sie dem Wein eine interessante Note verpassen, wenn diese allerdings überhandnimmt, sollte man den Wein lieber zurückschicken.

 

Hefepilze (Brettanomyces)

In den Poren der Holzfässer kann sich dieser Hefepilz ansiedeln, der dem Wein den unangenehmen Geruch von Scheune oder Pferden verleiht. Einige Winzer (zum Beispiel im Weinbaugebiet Rhône) nutzen ihn gezielt, um ihrem Wein eine eigene Note zu verleihen. Fachleute sehen den Brett-Ton allerdings großenteils als Weinfehler an.