So funktioniert die neue Gault&Millau-Wertung

17/09/2021

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Schon vor einigen Jahren hat Gault&Millau Frankreich eine fünfte Haube eingeführt, um die weiter wachsende Spitze an Top-Restaurants differenzierter bewerten zu können. Für die etablierten Länderausgaben wie Deutschland, Österreich, Benelux und die Schweiz bestand damals kein Grund, vom bewährten 4-Hauben-System abzugehen. Wieso sollte man ein gelerntes und bestens bewährtes System verändern, wenn es im jeweiligen Markt keinen aktuellen Anlass dafür gibt?

 

International auf der Überholspur

Seit ein paar Jahren befindet sich Gault&Millau jedoch auf einem beachtlichen internationalen Expansionskurs. Nicht nur in Ost- und Südeuropa (Kroatien, Polen, Russland, Rumänien, Slowenien), sondern auch in Übersee (Australien, Israel und Japan) wurden in den letzten Jahren neue Gault&Millau-Ausgaben auf den Markt gebracht. Somit werden Gault&Millau-Hauben nicht mehr nur zum Vergleich der Restaurants innerhalb eines Landes herangezogen, sondern entwickeln sich zu internationalen Gütezeichen. Um einer weltweit immer stärker agierenden Marke Rechnung zu tragen, ziehen wir als längster Lizenznehmer (Österreich ist nach Frankreich die älteste Ausgabe des Gault&Millau) mit am gleichen Strang und verwenden ab sofort das neue 5-Hauben-System.

 

Umrechnung

Der Einstieg in die Haubenwelt ist dadurch nicht leichter geworden. Ein-Hauben-Restaurants, die bisher mit 13 Punkten ausgezeichnet wurden, erhalten ab nun eine Bewertung von 11 bis 12,5. Wer bisher mit 14 Punkten quasi am Sprung zur zweiten Haube stand, befindet sich nun mit 13 oder 13,5 Punkten ebendort, usw.


Aufgrund dieser Umstellung und der komplett neuen Punkteverteilung verzichten wir dieses Jahr außerdem auf Auf- und Absteiger.






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